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Polymarket wies Wetten im Zusammenhang mit Strategys Bitcoin Verkauf zurück, nachdem eine verspätete Offenlegungsfrist hinzugefügt worden war

CryptopolitanJun 13, 2026 7:45 PM
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Polymarket steht in der Kritik, nachdem Händler berichteten, die Plattform habe die Bewertungskriterien für Live-Wetten geändert, nachdem bereits Millionen von Dollar eingesetzt worden waren.

Der Markt fragte, ob Strategy (NASDAQ: MSTR) bis zum 31. Mai Bitcoin verkaufen würde. Strategy gab später bekannt, in der Woche vor diesem Datum bereits Bitcoin verkauft zu haben. Polymarket entschied jedoch, dass dieser Verkauf nicht zähle, da das Unternehmen ihn erst am 1. Juni angekündigt hatte.

Hunter Guo, ein 20-jährigerdent am King's College London, glaubte, ein einfaches Geschäft gemacht zu haben. Dertraclief noch, als Strategy den Verkauf veröffentlichte. Hunter kaufte Tausende von „Yes“-Aktien und erwartete einen Gewinn von etwa 35.000 US-Dollar. Er überlegte sogar, sich von dem Geld einen Porsche zu kaufen. Minuten später war der Wert dieser Aktien auf fast null gefallen.

Polymarket führt eine späte Annahmefrist ein und löscht damit Tausende von gewonnenen Wetten

Der Streit entbrannte, nachdem Strategy am 1. Juni bekannt gab, in der Vorwoche Bitcoin verkauft zu haben. Aus den eigenen Unterlagen des Unternehmens ging hervor, dass der Verkauf vor dem 31. Mai stattgefunden hatte. Dies schien für Händler, die auf „Ja“ gesetzt hatten, ausreichend zu sein

Polymarket veröffentlichte später eine Stellungnahme mit weiteren Details zu dem Sachverhalt. Darin hieß es: „Die positive Vorhersage wird nur dann bestätigt, wenn der Handel vor 23:59 Uhr ET am 31. Mai 2022 öffentlich bekannt gegeben wird.“ Strategys Handelsauftrag wurde somit trotz des frühen Bitcoin -Handels nach dem festgelegten Datum eingereicht.

Diese Entwicklung veränderte das Ergebnis für Hunter und viele andere. Laut Polymarket-Zahlen wurden über 1.838 Konten 3,8 Millionen US-Dollar auf die Bitcoin Handelsstrategie gesetzt. Ihretracverloren ihren Wert, nachdem die Plattform die neue Formulierung eingeführt hatte.

„Ich habe zwei Tage lang geweint. Es ist eine Menge Geld“, soll Hunter gesagt. Er stammt aus China und studiert digitale Medien und Kultur in Großbritannien.

Hunter ist weiterhin der Ansicht, dass die Wette unfair abgewickelt wurde. Er hat dutzende Male auf X unter dem Hashtag #StopPolyScam gepostet. Außerdem hat er Beschwerden bei den US-amerikanischen Aufsichtsbehörden und Strafverfolgungsbehörden eingereicht. Mithilfe von KI-Tools entwickelte er eine Website, auf der andere Trader desselben Marktes ihre Verluste teilen und ihre Beschwerden organisieren konnten.

Die Kontroverse hat die in Prognosemärkten angewandten Klärungsprozesse beleuchtet. In solchen Märkten erfolgt eine Klärung immer dann, wenn neuer Text hinzugefügt wird, falls ein tatsächliches Ereignis nicht durch einen Ja/Nein-tracabgedeckt werden kann.

Händler nutzen Kurslücken auf verschiedenen Wettplattformen, um kleine Gewinne zu sichern

tracfunktionieren wie Gewinnchancen. Eine „Ja“-Aktie für 60 Cent entspricht einer 60%igen Wahrscheinlichkeit. Eine „Nein“-Aktie für 40 Cent entspricht einer Wahrscheinlichkeit von 40%. Dertracerhält 1 Dollar.

Polymarket und Kalshi behandeln häufig dieselben politischen, wirtschaftlichen und Krypto-Themen. Ihre Kurse liegen meist nahe beieinander, aber nicht immer. Diese Kursdifferenzen können Arbitragemöglichkeiten eröffnen.

Ein Beispiel dafür zeigte sich im März auf dem Markt für die Vorwahlen der DemokratendentPräsidentschaftswahl 2028. Kalshi bewertete Gavin Newsom mit 29 %, Polymarket hingegen mit 24 %.

Ein Händler könnte auf Polymarket für 24 Cent auf „Ja“ und auf Kalshi für 71 Cent auf „Nein“ setzen. Der gesamte Handel würde 95 Cent kosten. Gewinnt Gavin, zahlt Polymarket 1 Dollar. Verliert er, zahlt Kalshi 1 Dollar. Eine Seite muss gewinnen, sodass vor Gebühren und sonstigen Kosten ein Gewinn von fünf Cent verbleibt.

Arbitrage wird von quantitativen Händlern an Aktienmärkten und anderen Märkten seit Langem genutzt. Sie kaufen die günstigeren Produkte und verkaufen gleichzeitig die teureren. Nutzer von Prognosemärkten wenden diese Strategie nun auch bei Polymarket, Kalshi, DraftKings (NASDAQ: DKNG) und Flutter Entertainment (NYSE: FLUT), dem Eigentümer von FanDuel, an.

Manche Wettende haben Tausende von Dollar verdient, indem sie bei Kursdifferenzen schnell reagiert haben. Größere Kurslücken können höhere Gewinne ermöglichen. Der Strategiefall zeigt auch, warum dietracso wichtig ist. Ein Geschäft kann sicher erscheinen, bis zwei Plattformen dasselbe Ereignis bei der endgültigen Marktabrechnung unterschiedlich interpretieren.

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