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Die japanische SBI Shinsei Bank wird Krypto-Prämien für Einlagen anbieten

CryptopolitanJun 9, 2026 4:32 PM
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Die japanische SBI Shinsei Bank plant ein neues Programm, das ihren Kunden nach erfolgter Einzahlung Gutscheine zur Verfügung stellt, die gegen Kryptowährung eingelöst werden können. Damit könnte eine der größten Banken Japans für Millionen von Kunden, die bei der Bank sparen, zu einer Art Krypto-Einstiegspunkt werden. Der Start ist am 10. Juni.

Das von Nikkei zuerst vorgestellte Programm bietet Gutscheine im Wert von 20 % der auf bestimmten, teilnahmeberechtigten Konten erzielten Zinsen. Kunden können diese Gutscheine anschließend über SBI VC Trade, die lizenzierte Kryptowährungsbörse des Konzerns, gegen Bitcoin (BTC), Ether (ETH) oder Ripple (XRP) einlösen.

Wie ist das Programm aufgebaut?

Laut den Programmdetails von SBI Shinsei behalten Kunden ihr Kapital in Yen auf dem Bankkonto und erhalten weiterhin die üblichen Zinsen auf diese Ersparnisse. Zusätzlich stellt die Bank einen Gutschein im Wert von einem Fünftel der Zinszahlung aus, umgerechnet zum Marktpreis der jeweiligen Kryptowährung am Auszahlungstag, wie Yahoo Finance berichtet.

Das Krypto-Engagement ist tatsächlich gering, da der Spitzenzins für das Hyper Deposit-Konto von SBI Shinsei bei etwa 0,42 % jährlich liegt. Der Gutschein stellt also nur einen Bruchteil eines Bruchteils dar, doch bei dem Programm geht es primär um den Zugang und weniger um die Rendite.

Die Teilnahme setzt ein verknüpftes Konto bei SBI VC Trade voraus. Die Bank plant zunächst ein dreimonatiges Pilotprojekt, das sowohl reguläre als auch Termineinlagen umfasst. Insgesamt sind fast 4,33 Millionen Einlagenkonten teilnahmeberechtigt und könnten sich für das Programm qualifizieren. SBI Shinsei beabsichtigt, den Service bei entsprechender Nachfrage dauerhaft anzubieten.

Warum hat SBI Shinsei dieses Programm ins Leben gerufen?

Dieses Programm scheint Teil einer umfassenderen Strategie von SBI Holdings im Bereich digitaler Vermögenswerte zu sein. Die Kryptowährungsbörse des Unternehmens, SBI VC Trade, führte im März ein USDC-Kreditprodukt für Privatkunden ein, das als Festzinsdarlehen an die Börse und nicht als traditionelle Bankeinlage strukturiert ist.

Im Mai gab SBI außerdem bekannt, den Kauf einiger Anteile an der Handelsplattform Bitbank zu prüfen, einen Monat nachdem SBI VC Trade die konkurrierende Börse Bitpoint Japan übernommen hatte.

SBI Holdings, ein langjähriger Investor von Ripple über das Joint Venture SBI Ripple Asia, hat laut Ledger Insights in der Vergangenheit ausgeschüttet XRP auszahlte XRP -Token als Bonus über SBI VC Trade-Konten

Die Wertpapiersparte des Konzerns, SBI Securities, bereitet außerdem auf Kryptowährungen spezialisierte Investmentfonds und ETFs vor, die an BTC und ETH gekoppelt sind. Aplus, eine Tochtergesellschaft der SBI Shinsei Bank, gibt seit Mai Visa-Karten aus, mit denen sich Kryptowährungsprämien sammeln lassen.

SBI ist seit 2017 auch im Krypto-Mining-Geschäft über SBI Crypto tätig und hat 2020 den institutionellen Market Maker B2C2 übernommen, wodurch das Unternehmen eine Infrastruktur für Handel und Liquidität erhält.

Können US-Banken dieses Modell nachahmen?

In Japan werden Kryptowährungen im Rahmen des Zahlungsdienstegesetzes reguliert, wobei die Finanzdienstleistungsbehörde die Börsen direkt lizenziert. Diese Struktur ermöglicht es einer Bank, eine direkt angeschlossene Börse mit ihren eigenen Einlagen zu verbinden, ohne gegen Bankgesetze zu verstoßen.

Dieser Rahmen unterscheidet sich deutlich von der aktuellen Situation in den Vereinigten Staaten, wo der im Juli 2025 in Kraft getretene GENIUS Act Stablecoin-Emittenten untersagt, ihren Inhabern Renditen auszuzahlen. Eine Einschätzung des Treasury Borrowing Advisory Committee ergab zudem, dass US-Transaktionseinlagen in Höhe von rund 6,6 Billionen US-Dollar unter Druck geraten könnten, falls Kryptoprodukte wettbewerbsfähige Renditen bieten.

Der noch ausstehende CLARITY Act, der von Kryptobörsen und -firmen weitgehend unterstützt, von US-Banken und Finanzinstituten jedoch abgelehnt wird, würde die Rendite von Stablecoins für Dienstleister und deren verbundene Unternehmen weiter einschränken.

 

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