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JPMorgan, Citi und andere Banken werden 2027 ein tokenisiertes Einlagensystem als Konkurrenz zu Kryptowährungen einführen

CryptopolitanJun 5, 2026 1:21 AM
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Große US-Banken wie JPMorgan Chase, Citigroup, Bank of America und Wells Fargo haben eine Partnerschaft gegründet, um über das Clearinghaus ein gemeinsames tokenisiertes Einlagennetzwerk aufzubauen. Sie peilen eine Einführung im Jahr 2027 an, um der Übernahme des Zahlungsverkehrs und der Unternehmensfinanzierung durch Stablecoins und Kryptowährungen entgegenzuwirken.

Dies geschieht im Vorfeld der möglichen Unterzeichnung des CLARITY Act und die Banken glauben, dass dies ein wichtiger Schritt für die Zukunft des traditionellen Finanzwesens sein könnte.

JPMorgan und andere setzen auf Blockchain

Laut dem Wall Street Journal wird das Clearing House, ein Echtzeit-Zahlungsnetzwerk im gemeinsamen Besitz aller teilnehmenden Banken, dieses neue System betreiben. Dieses Zahlungsnetzwerk ermöglicht es den Mitgliedsbanken in den gesamten Vereinigten Staaten, tokenisierte Kundeneinlagen rund um die Uhr über die Blockchain-Infrastruktur zu transferieren.

David Watson, CEO von Clearing House, erklärte gegenüber dem WSJ, die Initiative sei „ein bedeutender Schritt für die Banken“ und die Branche stehe in Bezug auf On-Chain-Zahlungen und -Finanzdienstleistungen vor einer „grundlegend veränderten“ Zukunft. Der Bericht erwähnt, dass noch kein konkreter Blockchain-Partner für den Betrieb der Systeme ausgewählt wurde. Intern bezeichnen einige Banken das Projekt als „die Brücke“, andere als „die Kette“.

Tokenisierte Einlagen unterscheiden sich von Stablecoins dadurch, dass sie tatsächliche Bankeinlagen repräsentieren, die auf einer Blockchain erfasst sind, und nicht einen separaten digitalen Vermögenswert darstellen. Diese Unterscheidung erhält das bestehende Kreditrisikoprofil, mit dem JPMorgan und andere Institute bereits arbeiten, sowie die geltenden Vorschriften und Rechnungslegungsvorschriften.

Der Wettbewerb um Stablecoins trifft die Menschen noch härter

Die neue Initiative für tokenisierte Einlagen kommt zu einem Zeitpunkt, an dem JPMorgan und andere Banken beobachten, wie Kryptofirmen immer stärker in Bereiche vordringen, die lange Zeit von traditionellen Finanzinstituten dominiert wurden. Große US-Banken sind zunehmend besorgt darüber, dass Stablecoins dem Bankensystem Liquidität entziehen könnten, wenn Kryptounternehmen mehr tracauf Privat- und Firmenkunden der Bankenbranche gewinnen.

Das in Washington vorangetriebene CLARITY-Gesetz zur Regulierung von Stablecoins hat die Bedenken weiter verschärft. Banken sind weiterhin unzufrieden, da die vorgeschlagenen Regeln Raum für Zinsfunktionen von Stablecoins lassen, während Krypto-Unternehmen den aktuellen Vorschlag als Kompromiss bezeichnen. Der Ansatz tokenisierter Einlagen ermöglicht es JPMorgan und anderen Banken, Gelder innerhalb des regulierten Bankensystems zu halten

Es wird erwartet, dass Unternehmen frühzeitig umsteigen werden

Es wird erwartet, dass große multinationale Konzerne diese Einlagenlösung frühzeitig übernehmen und zu den ersten Nutzern des Netzwerks gehören werden, da die potenziellen Einsatzmöglichkeiten wie grenzüberschreitende Zahlungen und Liquiditätsmanagement für diese Kundengruppetracsind.

Shahmir Khaliq, Leiter des Servicebereichs bei Citi, erklärte, das Netzwerk sei ein weiterer Schritt zur Stärkung der Position von Banken auf den Kapitalmärkten und im Finanzierungssektor. Mark Monaco, Leiter des Bereichs Global Payments Solutions bei der Bank of America, äußerte sich differenzierter und merkte an, dass Kunden zwar nicht „die Bude“ für tokenisierte Einlagen einrennen, aber durchaus Interesse bestehe und das Netzwerk Banken dabei helfen würde, sich auf eine breitere Akzeptanz vorzubereiten.

JPMorgan verfügt innerhalb dieser Bankengruppe über die größte Erfahrung, unter anderem durch den JPM Coin für interne institutionelle Zahlungen, der auf der eigenen Blockchain verfügbar ist. JPMorgan hat außerdem einen Einzahlungstoken auf Base, der öffentlichen Blockchain der bekannten US-Börse Coinbase Global, eingeführt, dessen Zugriff auf institutionelle Kunden beschränkt ist.

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