Bithumb blockiert Heleket wegen Bedenken hinsichtlich Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung
Südkoreas zweitgrößte Kryptobörse Bithumb hat die Zusammenarbeit mit Heleket, einem globalen Zahlungsdienstleister für Kryptowährungen, aufgrund von Risiken im Zusammenhang mit Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung beendet.
Diese Nachricht kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Bithumb daran arbeitet, seine Compliance-Bilanz zu verbessern, nachdem südkoreanische Regulierungsbehörden Anfang des Jahres eine Geldstrafe in Höhe von 36,8 Milliarden Won (24,6 Millionen US-Dollar) gegen die Börse aufgehoben hatten, weil diese Zehntausende von Transaktionen über nicht registrierte ausländische Plattformen abgewickelt hatte.
Warum hat Bithumb die Beziehungen zu Heleket abgebrochen?
Die Entscheidung, Heleket fallen zu lassen, war nicht zufällig. Das Blockchain-Analyseunternehmen TRM Labs veröffentlichte eine Studie, die mit hoher Wahrscheinlichkeit feststellte, dass Heleket und Cryptomus, ein mit Russland verbundener Zahlungsdienstleister, durch gemeinsame Infrastruktur, Personal, Markenidentität und On-Chain-Aktivitäten operativ miteinander verbunden sind.

Die Analyse von TRM ergab außerdem, dass Heleket im Januar 2025 gegründet wurde, kurz nachdem Cryptomus die obligatorischen KYC-Kontrollen (Know Your Customer) eingeführt hatte, die das On-Chain-Volumen von 153 Millionen US-Dollar im Januar 2025 auf 86 Millionen US-Dollar im März sinken ließen. Dieser Zeitpunkt legt nahe, dass Heleket gegründet wurde, um Nutzertrac, die vor den neuen KYC-Anforderungen von Cryptomus flohen.
Im Oktober 2025 wurde Cryptomus vom kanadischen Financial Transactions and Reports Analysis Centre (FINTRAC) wegen Verstößen gegen Gesetze zur Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung mit einer Rekordstrafe von rund 177 Millionen CAD belegt.
TRM stellte außerdem fest, dass Cryptomus zwischen 2022 und 2025 zu einem wichtigen Umschlagplatz für illegale Aktivitäten geworden war und Hunderte von Millionen Dollar für Kinderpornografiehändler, Terrorfinanzierungsnetzwerke und andere abwickelte, die versuchten, internationale Sanktionen über die inzwischen auf der schwarzen Liste stehende russische Börse Garantex zu umgehen.

Laut Daten von TRM Labs war Helekets eigenes illegales Engagement etwa fünfmal so hoch wie der Durchschnitt aller Zahlungsdienstleister. Die erste größere Liquiditätszuführung zu Heleket erfolgte direkt durch Garantex, was für einen Dienst, der angibt, innerhalb der EU-Regulierungen zu operieren, ungewöhnlich ist.
von Heleket Die AML/KYC-Richtlinie auf ihrer Website besagt, dass sie nicht mit Personen auf Sanktionslisten kooperiert, obwohl sie behauptet, diedent. TRM merkte jedoch an, dass Nutzer Transaktionen auf der Plattform abschließen können, ohne Identitätsnachweise vorzulegendentwas im direkten Widerspruch zu ihren öffentlich zugänglichen Verfahren steht.
Bithumb hat seine eigenen Compliance-Probleme
Bithumbs Entscheidung, Heleket zu sperren, ist Teil eines umfassenderen Trends erzwungener Compliance-Verbesserungen an der Börse. Laut Cryptopolitanhat die südkoreanische Finanzermittlungsbehörde (FIU) rund 6,65 Millionen Verstöße gegen das Gesetz über spezifische Finanzinformationen bei Bithumb festgestellt, darunter die Abwicklung von 45.772 Transaktionen mit nicht registrierten ausländischen Krypto-Plattformen ohne ordnungsgemäße Überprüfung derdent.
Die FIU verhängte im März neben der Geldstrafe auch eine sechsmonatige teilweise Geschäftssperre. Bithumb legte jedoch umgehend gerichtlich Einspruch ein, und am 30. April erließ die 2. Kammer des Verwaltungsgerichts Seoul eine einstweilige Verfügung, die die Geschäftssperre bis zum Abschluss des Rechtsstreits aussetzte.
Zu allem Übel für Bithumb stellte die Finanzdienstleistungskommission (FSC) in einer separaten Untersuchung „defiim internen Kontrollsystem von Bithumb“dent im Februar, bei dem ein Mitarbeiterdent620.000 Bitcoinbelief sich der Schaden auf rund 40 Milliarden US-Dollar Cryptopolitan.
Als Folge davon hat die FSC die Vorschriften für alle großen südkoreanischen Börsen verschärft. Sie sind nun verpflichtet, alle fünf Minuten Abgleichsprüfungen durchzuführen, bei größeren Diskrepanzenmatic Handelsaussetzungen vorzunehmen und monatliche Audits durchzuführen.
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