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Consensys warnt: FDIC-Vorschlag für Stablecoins könnte Wallets und DeFiPlattformen erfassen

CryptopolitanMay 20, 2026 9:44 AM
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Das Blockchain-Unternehmen Consensys hat am Montag der Federal Deposit Insurance Corporation (FDIC) eine Stellungnahme übermittelt. Die FDIC hatte die Öffentlichkeit um Kommentare zu ihren vorgeschlagenen Regeln zur Umsetzung des GENIUS Act gebeten. Der vorgeschlagene Rahmen zielt auf von der FDIC regulierte Emittenten von Stablecoins sowie auf alle versicherten Banken ab, die Verwahrungsdienstleistungen anbieten.

Consensys argumentiert, dass die von der FDIC vorgeschlagene Umsetzung des GENIUS Act die Gefahr birgt, die Grenze zwischen regulierten Stablecoin-Emittenten unddent Softwareanbietern zu verwischen.

Die Einreichung von Consensys zielt konkret auf vier Bereiche ab. Sie ergänzt eine weitere Einreichung des Office of the Comptroller of the Currency (OCC) vom 1. Mai und steht im Einklang mit einem separaten Kommentar an das Finanzministerium zu den regulatorischen Rahmenbedingungen der Bundesstaaten. Das Unternehmen erwartet, dass diese drei Einreichungen einen umfassenderen Dialog mit den Aufsichtsbehörden für das Bankwesen auf Bundesebene anstoßen werden.

Darin hieß es:

Wir betrachten diese Eingabe, zusammen mit unseren Stellungnahmen an das OCC und das Finanzministerium, als Beginn eines Dialogs mit den Bundesbankenaufsichtsbehörden darüber, wie die Regeln des GENIUS Act korrekt umgesetzt werden können.

Consensys

Die Reaktion des Unternehmens erfolgt vor dem Hintergrund, dass US-Regulierungsbehörden die Ausarbeitung eines bundesweiten Rahmens für Zahlungs-Stablecoins gemäß dem „Guiding and Establishing National Innovation for US Stablecoins Act“ (Gesetz zur Förderung nationaler Innovationen für US-Stablecoins) vorantreiben. Der Vorschlag der FDIC (Federal Deposit Insurance Corporation) sieht Regeln für das Reservemanagement, die Rücknahmebedingungen, die Verwahrungsstandards und die Risikokontrollen für von der FDIC beaufsichtigte Stablecoin-Emittenten und -Verwahrer vor.

Consensys nannte vier Verbesserungsbereiche

Consensys identifiziertedentden Versuch der FDIC, das Verbot der Gewinnbeteiligung auf „verbundene Dritte“ auszuweiten.

Die Verordnung verbietet Emittenten zwar die Zahlung von Renditen, lässt aber Spielraum für unabhängigedent Dritter. Consensys argumentierte in diesem Zusammenhang, dass die weite Auslegung der FDIC den regulären Geschäftsbetrieb, einschließlich Markenlizenz- und Vertriebsvereinbarungen, beeinträchtigen würde.

Die zweite Verbesserung betrifft Schnittstellen ohne Verwahrung, die es Nutzern ermöglichen, dezentrale Finanzanwendungen (DeFi) zu nutzen. Der GENIUS Act schützt ausdrücklich die Ausnahme für Software mit Selbstverwahrung. Consensys wandte sich an internationale Regulierungsbehörden und Bundesgerichte mit der Begründung, Wallets seien keine regulierten Intermediäre. Das Unternehmen bat die Behörde um eine Bestätigung, dass Schnittstellen beident DeFi Ertragsaktivitäten nicht im Namen von Emittenten handeln.

Die dritte Überarbeitung zielte darauf ab, dass die FDIC bestimmte Bestimmungen in ihrem Vorschlag beibehält, die mehr Flexibilität als das OCC-Modell bieten. Sie betonte die Bedeutung von Emissionen mehrerer Marken und des Ermessensspielraums bei der Bearbeitung von Defiziten in Rücklagen, Rücknahmen und Kapital. Sie argumentierte, dass eine starre Durchsetzung Anlegern schaden könne und eine diskretionäre Aufsicht besser funktionieren würde.

Schließlich kritisierte Consensys technische Begriffe und forderte die FDIC auf, funktionale defifür Smarttracund Distributed-Ledger-Technologien zu verabschieden. Zudem beantragte die Organisation, dass die Behörde Cross-Chain-Stablecoins anhand der Rechte der Inhaber und nicht ausschließlich anhand technischer Kriterien bewerten solle.

Wird der CLARITY Act vor 2027 verabschiedet?

Gleichzeitig blickt die Krypto-Community zunehmend optimistisch auf den Verlauf des CLARITY Act. Die Prognosen der Gemini-Börse deuten auftronWahrscheinlichkeit hin, dass der Gesetzentwurf dem US-Senat vorgelegt wird. Händler setzen stark darauf, dass das Gesetz noch in diesem Jahr in Kraft tritt.

Trotz des Optimismus gibt es keine Garantie, dass der Kongress angesichts der vielen anderen anstehenden Aufgaben die Zeit dafür finden wird. Die Journalistin Eleanor Terrett merkte dazu an: „Möglich, aber alles andere als sicher. Die Klärung des Sachverhalts wird sich zudem mit dem Haushaltsabgleich, dem FISA-Gesetz und dem Landwirtschaftsgesetz um die Redezeit im Kongress messen müssen.“

Einige Analysten äußerten zudem die Befürchtung, dass die Zwischenwahlen kryptofeindliche Politiker ins Amt bringen könnten, die das Gesetz von der Prioritätenliste streichen könnten.

Obwohl die Prognosen von Gemini darauf hindeuten, dass der US-Senat den CLARITY Act innerhalb der nächsten 30 Tage zur Abstimmung bringen wird, erfolgte diese Prognose nur wenige Tage nach der 15:9-Mehrheit des CLARITY Act im Bankenausschuss des Senats.

Bislang gehen die Marktteilnehmer von einer Wahrscheinlichkeit von rund 70 % aus, dass ein Gesetz zur Struktur des Kryptomarktes vor 2027 verabschiedet wird. Diese Wahrscheinlichkeit sinkt jedoch auf etwa 9 %, wenn man von einer Verabschiedung vor Juni 2026 ausgeht.

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