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Minnesota lehnt Krypto-Kioske ab, gibt aber grünes Licht für die Krypto-Verwahrung durch Banken

CryptopolitanMay 18, 2026 10:31 PM
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Minnesotas Gouverneur Tim Walz hat ein neues Gesetz unterzeichnet, das staatlich konzessionierten Banken und Kreditgenossenschaften die Verwahrung Bitcoin und anderen digitalen Vermögenswerten für ihre Kunden erlaubt. Wenige Tage zuvor hatte er jedoch ein separates Gesetz unterzeichnet, das Kryptowährungskioske im gesamten Bundesstaat verbietet. Beide Maßnahmen treten am 1. August 2026 in Kraft.

Der Gesetzentwurf zur Sorgerechtsregelung (HF 3709) durchlief das Landesparlament und erhielt eine relativ hohe parteiübergreifende Zustimmung. Am 30. April wurde der Entwurf im Repräsentantenhaus mit 130 zu 4 Stimmen angenommen. Anschließend ging er an den Senat, der die geänderte Fassung am 6. Mai mit 51 zu 16 Stimmen verabschiedete. Das Repräsentantenhaus stimmte diesen Änderungen am 11. Mai mit 119 zu 6 Stimmen zu.

Was können Banken in Minnesota mit Kryptowährungen anfangen? 

Finanzinstitute , die sich für die Teilnahme entscheiden, können virtuelle Währungen treuhänderisch verwahren, kontrollieren oder verwalten. Das Gesetz erstreckt sich jedoch nicht auf den Handel, die Investition oder die Kreditvergabe digitaler Vermögenswerte.

Institute, die Depotdienstleistungen anbieten möchten, müssen dies dem Handelsministerium von Minnesota mindestens 60 Tage im Voraus schriftlich mitteilen. Sie sind außerdem verpflichtet, Richtlinien für Risikomanagement, Cybersicherheit, interne Kontrollen und Geschäftskontinuität vorzuhalten. Darüber hinaus ist es ihnen untersagt, Kundengelder mit eigenen Vermögenswerten zu vermischen.

Nach dem neuen Gesetz können Banken und Kreditgenossenschaften qualifizierte externe Depotbanken beauftragen, bleiben aber weiterhin für die Einhaltung der Vorschriften verantwortlich. Das Handelsministerium behält sich das Recht vor, Dienstleistungen einzustellen, die es als unsicher oder ungesund einstuft.

Der Abgeordnete Bernie Perryman, der den Gesetzentwurf im Repräsentantenhaus eingebracht hatte, bezeichnete ihn als wettbewerbsbedingte Notwendigkeit. Lokale Institutionen verwiesen auf die direkte Nachfrage ihrer Mitglieder. 

Die St. Cloud Financial Credit Union teilte den Abgeordneten mit, dass rund 20 % ihrer Mitglieder bereits Kryptowährungen besitzen, aber keinen vertrauenswürdigen, regulierten lokalen Aufbewahrungsplatz haben und daher häufig auf Plattformen außerhalb des Bundesstaates oder auf unregulierte Plattformen zurückgreifen. Mit dem Inkrafttreten des Gesetzes im August könnten die Mitglieder der Genossenschaft nun Zugang zu den benötigten Lösungen erhalten.

Das Minnesota Credit Union Network und das Handelsministerium unterstützten den Gesetzentwurf und verwiesen auf den Verbraucherschutz und die Übereinstimmung mit bestehenden Bundesrichtlinien für Bankdepotdienstleistungen.

Kioskverbot zielt auf Betrug zum Nachteil älterer Menschen ab

Die Genehmigung zur Verwahrung der Gelder erfolgte zusammen mit SF 3868, einem separaten Gesetz, das Walz am 5. Mai unterzeichnete und das virtuelle Währungskioske im gesamten Bundesstaat verbietet. Betreiber müssen bestehende Automaten bis zum 1. August außer Betrieb nehmen.

Dieses Verbot folgte monatelangen Aussagen von Strafverfolgungsbehörden aus dem ganzen Bundesstaat. In Minnesota gab es rund 400 lizenzierte Kioske, die sich in Tankstellen, Waschsalons und Supermärkten befanden. cash Laut MinnPost.

Die Polizei von Faribault meldete seit 2022 Verluste von über 500.000 US-Dollar im Zusammenhang mit Bitcoin-Kiosken. In Apple Valley wurden innerhalb von zwei Jahren Verluste von über 248.000 US-Dollar verzeichnet. Die Polizei von Minneapolis ermittelte allein im Jahr 2025 wegen Bitcoin Kioskbetrugs in Höhe von 82.000 US-Dollar.

Sam Smith, der Leiter der Regierungsbeziehungen im Handelsministerium, teilte den Abgeordneten mit, dass der durchschnittliche Verlust pro gemeldetem Kioskbetrug in Minnesota 6.700 US-Dollar betrug. Nur 48 % der Opfer erhielten überhaupt Geld zurück, und diese bekamen im Durchschnitt nur 16 % ihres Verlustes zurück.

Minnesota ist nach Indiana und Tennessee der dritte Bundesstaat, der ein vollständiges Kioskverbot erlassen hat. Wie Cryptopolitan bereits berichtete.

Das Gesetz fand nicht überall Zustimmung, insbesondere nicht bei den Kioskbetreibern. Larry Lipka, General Counsel des Kioskbetreibers CoinFlip, der 50 Automaten in Minnesota betreibt, erklärte, dass Betrüger viele Zahlungswege ausnutzen und dass eine strengere Regulierung, nicht ein Verbot, der bessere Weg sei.

Standard Chartered reitet auf der Krypto-Verwahrungswelle

Minnesota gehört zu einer wachsenden Gruppe von Bundesstaaten, die formelle Verwahrungsfunktionen für regionale Banken und Kreditgenossenschaften schaffen. Wyoming hat eine spezielle Konzession für Einlageninstitute eingeführt. Nebraska hat ein Rahmenwerk für das digitale Asset-Banking entwickelt. Minnesotas Version ist nicht so umfassend wie die anderen, da sie lediglich die Befugnisse bestehender Institute erweitert, anstatt neue Konzessionstypen zu schaffen.

Als weiteres Zeichen für das wachsende institutionelle Interesse an Krypto-Verwahrung hat Standard Chartered die Übernahme des Anbieters digitaler Vermögenswerte, Zodia Custody, angekündigt. Ziel ist es, den Service in das Finanz- und Wertpapiergeschäft zu integrieren. Ob Standard Chartered plant, Verwahrungsdienste in Minnesota anzubieten, ist noch unklar. Es bleibt abzuwarten, wie Finanzinstitute das neue Gesetz nutzen werden.

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