Japan bringt Gesetzesentwürfe zur Einstufung von Kryptowährungen als „Finanzprodukte“ und zur Senkung der Steuersätze auf den Weg
Das japanische Kabinett hat ein Gesetz zur Änderung des Finanzinstrumente- und Börsengesetzes verabschiedet, das Kryptowährungen zum Schutz der Anleger als „Finanzprodukte“ einstuft. Zudem wurden neue Steuerregeln für Kryptowährungen eingeführt, die das bisherige progressive System mit einem Steuersatz von bis zu 55 % ersetzen und einen einheitlichen Steuersatz von 20 % auf Gewinne festlegen.
Den neuen Gesetzesänderungen zufolge ist die Anerkennung von Kryptowährungen als Finanzanlage in einer Kabinettssitzung am 10. April nur die Spitze des Eisbergs. Das neue Gesetz wendet die für Aktien bereits geltenden Insiderhandelskontrollen auch auf Kryptotransaktionen an.
Japan plant, Krypto-Assets als Finanzinstrumente zu regulieren, um Insiderhandel auf Basis nicht-öffentlicher Informationen zu unterbinden.
Die japanische Regierung plant, Kryptowährungsemittenten zu verpflichten, mindestens einmal jährlich Informationen offenzulegen, um ein gesundes Marktumfeld zu schaffen. Das Gesetz soll voraussichtlich im Fiskaljahr 2027 in Kraft treten, sofern es in der laufenden Parlamentssitzung verabschiedet wird.
Der Finanzminister erklärt, das Gesetz werde für Fairness sorgen und Investoren schützen
Die japanische Finanzministerin Satsuki Katayama betonte , dass Japan das Angebot an Wachstumskapital erhöhen werde, um den Auswirkungen der sich ständig wandelnden Finanz- und Kapitalmärkte entgegenzuwirken. Das Gesetz, das fast 105 Krypto-Assets neu klassifiziert, soll zudem faire und transparente Märkte gewährleisten und Anleger schützen.
Gleichzeitig wird der Anlegerschutz durch die Erhöhung der Haftstrafe von drei auf bis zu zehn Jahre verschärft. Strengere Strafen, wie die Anhebung der Geldstrafe von derzeit drei Millionen Yen auf bis zu zehn Millionen Yen, unterstreichen JapanstronEngagement für den Anlegerschutz.
„Wir werden das Angebot an Wachstumskapital als Reaktion auf Veränderungen an den Finanz- und Kapitalmärkten ausweiten und für Fairness und Transparenz am Markt sowie für Anlegerschutz sorgen.“
– Satsuki Katayama , Finanzminister Japans
Um diese Ziele zu erreichen, wird die Finanzdienstleistungsbehörde (FSA), die Kryptowährungen bisher gemäß dem Zahlungsdienstleistungsgesetz , die Regulierung auf das Finanzinstrumente- und Börsengesetz übertragen. Registrierte Unternehmen werden zudem von „Börsen für Krypto-Assets“ in „Handelsunternehmen für Krypto-Assets“ umbenannt.
Die FSA ändert ihre Kryptopolitik, um Banken die Verwahrung digitaler Vermögenswerte zu ermöglichen
Die FSA ändert ihre Kryptopolitik und reicht einen Änderungsantrag zum Finanzinstrumente- und Börsengesetz ein, der es lokalen Banken und anderen Institutionen erlaubt, Kryptowährungen zu Anlagezwecken zu halten. Dieser Schritt wird Kryptowährungen effektiv in das Finanzsystem des Landes integrieren.
Japan war bereits die erste große Volkswirtschaft, die nach dem Mt. Gox-Skandal Kryptowährungen regulierte, und dieser Schritt geht noch einen Schritt weiter. Das Gesetz wird den rechtlichen Rahmen für Krypto-Assets von digitalen Zahlungsmitteln hin zu investierbaren Finanzinstrumenten verändern.
In Japan hat die Nutzung von Krypto-Assets zu Anlagezwecken zugenommen, was eine deutliche Verschärfung der Regulierungen widerspiegelt. Die über 12 Millionen verifizierten Krypto-Nutzer des Landes und die 34 Milliarden US-Dollar an Vermögenswerten in lokaler Verwahrung haben dank dieser institutionellen Regelungen nun beste Voraussetzungen für weiteres Wachstum.
Japan signalisierte im Januar, dass Kryptowährungen künftig dem traditionellen Finanzwesen gleichgestellt werden sollen. Katayama betonte, dass Börsen und Marktinfrastruktur eine entscheidende Rolle spielen werden, damit die Bürger von Krypto-Assets profitieren können. Das Land plant zudem, Krypto-ETFs bis 2028 zu legalisieren, was einen wichtigen Schritt hin zur breiten Akzeptanz von Kryptowährungen darstellt .
Lokale Medien berichteten, dass große japanische Finanzgruppen, darunter SBI Holdings und Nomura Holdings, zu den ersten Unternehmen gehören, die an Kryptowährungen gekoppelte börsengehandelte Produkte (ETPs) entwickeln.
Das Land hebt Kryptowährungen aus der Kategorie der experimentellen Zahlungsmittel auf und stellt sie in dieselbe Liga wie den Aktienmarkt, indem es Krypto-Assets neu klassifiziert. Dies ist ein wichtiger Schritt hin zur breiten institutionellen Akzeptanz im Inland.
Katayama hebt zudem das Jahr 2026 als entscheidend für die Eingliederung von Kryptowährungen in die traditionelle Finanzregulierung hervor. Sie fügt hinzu, dass der Rahmen des Gesetzesentwurfs die Nutzung der etablierten japanischen Infrastruktur für digitale Vermögenswerte priorisiert. Laut der japanischen Finanzministerin ist der Gesetzesentwurf Teil einer umfassenderen Reform.
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