WTI fällt unter 103,50 USD, da Händler gemischte Signale von Trump abwägen
- WTI-Preis driftet im asiatischen Handel am Mittwoch auf nahe 103,20 USD ab.
- Trump sagte, die USA könnten Iran erneut angreifen müssen.
- Der EIA-Bericht zu den Rohöllagerbeständen wird im Laufe des Mittwochs veröffentlicht.
West Texas Intermediate (WTI), die US-Rohöl-Benchmark, wird im asiatischen Handel am Mittwoch um 103,20 USD gehandelt. Der WTI-Preis notiert mit leichten Verlusten, da Händler gemischte Signale des US-Präsidenten Donald Trump darüber abwägen, ob die Vereinigten Staaten (USA) den Krieg gegen Iran wieder aufnehmen werden.
Trump sagte am Dienstag, dass die USA Iran „einen weiteren großen Schlag“ versetzen müssten. Seine erneute Drohung erfolgte, nachdem er erklärte, er habe einen für Dienstag geplanten Angriff auf Wunsch der Führer von Katar, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) abgesagt.
Der US-Präsident erklärte weiter, dass Iran eine „begrenzte Zeitspanne“ habe, um einem Abkommen zuzustimmen. Unterdessen sagte ein iranischer Beamter, die US-Drohung eines massiven Angriffs jederzeit werde „entschlossen“ beantwortet, und Teheran sei „bereit, jeder militärischen Aggression zu begegnen.“ Händler bleiben angesichts der anhaltenden Störungen der Versorgung aus dem Nahen Osten durch den Konflikt vorsichtig bezüglich des Ausgangs der Friedensgespräche.
Ölhändler bereiten sich auf die Veröffentlichung des Berichts der Energy Information Administration (EIA) vor, der im Laufe des Mittwochs veröffentlicht wird. Ein größer als erwarteter Rückgang der Rohöllagerbestände deutet auf eine stärkere Nachfrage hin und könnte den WTI-Preis steigen lassen, während ein größerer als geschätzter Anstieg auf eine schwächere Nachfrage oder ein Überangebot hinweist, was den WTI-Preis belasten könnte.
WTI Öl - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
WTI-Öl, kurz für West Texas Intermediate, ist eine der wichtigsten Rohölsorten, die auf dem globalen Markt gehandelt werden. Es wird wegen seiner leichten und süßen Qualität geschätzt und dient als wichtiger Referenzpreis auf den Energiemärkten.
Wie bei allen Vermögenswerten sind Angebot und Nachfrage die Haupttreiber des WTI-Ölpreises. Globales Wachstum kann die Nachfrage nach Öl erhöhen, während eine schwache Weltwirtschaft die Nachfrage dämpft. Politische Instabilität, Kriege und Sanktionen können das Angebot beeinträchtigen und die Preise beeinflussen. Die Entscheidungen der OPEC, einer Gruppe führender ölproduzierender Länder, spielen ebenfalls eine Schlüsselrolle. Da Öl überwiegend in US-Dollar gehandelt wird, beeinflusst auch der Wert des US-Dollars den WTI-Preis.
Die wöchentlichen Berichte des American Petroleum Institute (API) und der Energy Information Agency (EIA) über die Rohölbestände beeinflussen den Preis von WTI-Öl. Ein Rückgang der Bestände signalisiert eine steigende Nachfrage, was den Preis nach oben treibt, während ein Anstieg der Bestände auf ein Überangebot hindeutet und die Preise senkt. Die EIA-Daten gelten als zuverlässiger, da sie von der US-Regierung stammen.
Die OPEC (Organisation erdölexportierender Länder) ist eine Gruppe von 12 erdölproduzierenden Ländern, die zweimal jährlich gemeinsam über die Förderquoten der Mitgliedsländer entscheiden. Ihre Entscheidungen wirken sich häufig auf die Preise für WTI Öl aus. Beschließt die OPEC, die Förderquoten zu senken, kann dies das Angebot verknappen und die Ölpreise in die Höhe treiben. Erhöht die OPEC die Produktion, hat dies den gegenteiligen Effekt. Die OPEC+ bezieht sich auf eine erweiterte Gruppe von zehn zusätzlichen Nicht-OPEC-Mitgliedern, von denen Russland das bekannteste ist.
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