Musk zufolge ist Cybercab-Produktion mehr als 5-mal so schnell, Cathie Woods ARK optimistisch für Robotaxi-Ausblick: Wie groß ist Teslas Kostenvorteil?
Am 8. September US-Ostküstenzeit stiegen Teslas Aktien nach dem Einsatz des Cybercabs in Austin um knapp 4 % auf 368,16 US-Dollar. Das „Unboxed“-Verfahren soll die Produktion verfünffachen, während FSD v14.3.9 eine automatische Kollisionsvermeidung einführt. Analysten wie ARK, Goldman Sachs und Morningstar bewerten Teslas Kostenvorteile und das Robotaxi-Potenzial unterschiedlich, bleiben jedoch angesichts hoher Unsicherheiten und regulatorischer Hürden teils vorsichtig. Im Fokus stehen nun die tatsächliche Serienproduktion, FSD-Sicherheitsleistungen sowie künftige operative Kennzahlen und die Skalierung der Flotte in weiteren Regionen.

TradingKey – Am 8. September US-Ostküstenzeit stiegen die Aktien von Tesla (TSLA) um fast 4 % auf einen Schlusskurs von 368,16 US-Dollar, bevor sie im übernachtlichen Handel um 0,13 % leicht nachgaben.

[Quelle: TradingView]
Der Cybercab gehört nun zur Robotaxi-Flotte in Austin, Texas. Während die Fahrzeuge von der Produktion in den aktiven Betrieb übergehen, verlagert sich die Aufmerksamkeit des Marktes weiter auf die Effizienz der Serienproduktion, die FSD-Performance und die Betriebskosten der Robotaxis.
Cybercab strebt höhere Produktionseffizienz an
Am 8. September (US-Ostküstenzeit) erklärte Musk auf X: „Wir haben den Produktionsprozess des Cybercab neu gestaltet, sodass seine Produktionsgeschwindigkeit mehr als fünfmal so hoch ist wie in der traditionellen Automobilherstellung!“

[Quelle: X-Plattform]
Das Cybercab nutzt Teslas sogenanntes „Unboxed“-Fertigungsverfahren, bei dem verschiedene Fahrzeugmodule parallel hergestellt werden und die Endmontage des Fahrzeugs erst in der letzten Phase erfolgt. Laut Tesla kann diese Methode den Flächenbedarf der Produktionslinie um etwa die Hälfte reduzieren und gleichzeitig die Produktionskapazität steigern.
Auf technischer Seite verwendet das Cybercab ein trockenes Brake-by-Wire-System, das die Bremssättel über elektromechanische Aktuatoren steuert und auf herkömmliche hydraulische Bremsleitungen sowie Bremsflüssigkeit verzichtet.
Musk erklärte zudem, dass der Antriebsmotor des Cybercab ohne Seltene Erden auskommt, und fügte hinzu, dass dies ohne Einbußen bei der Reichweite „extrem schwierig“ zu erreichen sei.
FSD erhält automatische Kollisionsvermeidungsfunktion
Unterdessen hat Tesla mit dem öffentlichen Rollout von FSD (Supervised) v14.3.9 begonnen, das die Funktion „Automatic Collision Evasion“ (automatische Kollisionsvermeidung) hinzufügt.
Laut den Versionshinweisen zu v14.3.9 kann sich FSD (Supervised) während des manuellen Fahrens automatisch einschalten, um ein Ausweichmanöver zu versuchen, wenn das System feststellt, dass ein Frontalzusammenstoß bevorsteht und Bremsen allein möglicherweise nicht ausreicht, um diesen zu vermeiden.
Darüber hinaus kann das System auch proaktiv eingreifen, wenn es erkennt, dass der Fahrer der Straße nicht ausreichend Aufmerksamkeit widmet, oder feststellt, dass FSD (Supervised) versehentlich deaktiviert werden könnte.
Zu beachten ist, dass FSD derzeit weiterhin ein vom Fahrer überwachtes Fahrsystem bleibt. Automatic Collision Evasion fügt in spezifischen Szenarien aktive Sicherheitsinterventionsfunktionen hinzu, dies bedeutet jedoch nicht, dass mit FSD ausgestattete Tesla-Serienfahrzeuge vollautonomes Fahren erreicht haben.
Wie groß ist der Robotaxi-Kostenvorteil?
ARK Investment Management unter der Leitung von Cathie Wood prognostiziert, dass der Fahrpreis pro Meile auf etwa 0,25 US-Dollar sinken könnte, sobald Robotaxis ihre volle Skalierung erreichen – was weniger als einem Zehntel der derzeitigen Kosten für Fahrdienste mit menschlichen Fahrern in den USA entspricht. ARK schätzt zudem, dass weltweite Robotaxi-Plattformen bis 2030 insgesamt ein Unternehmenswertpotenzial von rund 34 Billionen US-Dollar darstellen könnten, und ist davon überzeugt, dass Tesla gut aufgestellt ist, um sich davon einen erheblichen Anteil zu sichern.
Goldman Sachs (GS) nimmt eine relativ zurückhaltende Position ein. Wenn die Kosten pro Fahrzeug beim Cybercab im skalierten Betrieb 20.000 bis 30.000 US-Dollar erreichen können, während autonome Fahrzeuge der Konkurrenz Anschaffungskosten von etwa 50.000 bis 100.000 US-Dollar aufweisen, schätzt Goldman Sachs, dass das Cybercab einen Kostenvorteil von etwa 0,05 bis 0,30 US-Dollar pro Meile erzielen könnte.
Goldman Sachs ist jedoch der Ansicht, dass im Vergleich zu den Herstellungskosten der Fahrzeuge die Leistungsfähigkeit der Software für autonomes Fahren und die Frage, ob Robotaxis auf weitere Märkte expandieren können, für die Skalierung des Geschäfts entscheidender sind. Die Bank belässt ihre Einstufung für Tesla auf „Neutral“ mit einem Kursziel von 360 US-Dollar.
Morningstar belässt seine Schätzung des fairen Werts für Tesla bei 450 US-Dollar. Basierend auf dem Schlusskurs von 368,16 US-Dollar am 8. September entspricht dies einem Bewertungspotenzial von etwa 22 %. Morningstar geht davon aus, dass der Robotaxi-Dienst von Tesla letztlich etwa 25 % günstiger sein könnte als von Menschen gesteuerte Fahrdienste, stuft die Unsicherheit für Tesla jedoch mit „Sehr hoch“ ein.
Massenproduktion und Betriebsdaten rücken als Nächstes in den Fokus
Der Cybercab hat den Realeinsatz aufgenommen, bietet seine Dienste derzeit jedoch nur in einem begrenzten Gebiet von Austin und mit einer relativ kleinen Flotte an. Ob die von Musk behauptete „mehr als 5-fache“ Produktionsgeschwindigkeit in der Serienproduktion nachhaltig erreicht werden kann, muss sich anhand tatsächlicher Produktionsdaten erst noch erweisen.
Über das Produktionsvolumen hinaus sollte der künftige Fokus auch auf der FSD-Sicherheitsleistung, der Flottengröße und der Frage liegen, ob Tesla in Zukunft operative Kennzahlen wie etwa die durchschnittlichen täglichen Bestellungen pro Fahrzeug, die Fahrzeugauslastung sowie Umsatz und Kosten pro Meile offenlegen wird, während zugleich die regulatorischen Fortschritte bei der Ausweitung von Robotaxis auf weitere Regionen beobachtet werden müssen.
Daher muss der Cybercab in dieser Phase nicht nur die Produktionseffizienz unter Beweis stellen, sondern auch, ob diese Fertigungsmethode die Herstellungskosten pro Fahrzeug senken und einen raschen Kapazitätsaufbau unterstützen kann sowie ob Robotaxis nach der Skalierung wettbewerbsfähige Betriebskosten erreichen können.
Dieser Inhalt wurde KI-übersetzt und von Menschen überprüft. Er dient nur zu Referenz- und Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar.
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