SoftBank-Aktien stürzen um über 11 % ab, hochgehebelte KI-Wetten schüren Marktsorgen
Die Aktien der SoftBank Group brachen am 4. Juni in Asien um über 11 % ein, was auf Marktbedenken hinsichtlich ihrer hoch gehebelten KI-Investitionsstrategie zurückzuführen ist. Diese Neubewertung wurde durch den breiten Ausverkauf bei US-Tech-Aktien infolge von geopolitischen Spannungen beschleunigt. Mit erwarteten zinstragenden Schulden von rund 16,3 Billionen Yen bis Ende 2025 und einer jüngsten Kreditaufnahme von 40 Milliarden US-Dollar zur Aufstockung der OpenAI-Investition steht SoftBank unter regulatorischer Beobachtung. S&P stufte den Ausblick im März auf "negativ" herab. Die Konzentration auf Arm und OpenAI birgt erhebliche Aufwärts-, aber auch Abwärtsrisiken.

TradingKey - Während der asiatischen Handelssitzung am 4. Juni stürzten die Aktien der SoftBank Group um mehr als 11 % ab, was den stärksten Tagesverlust seit Monaten markierte. Der Technologie-Investmentriese sieht sich aufgrund seiner hoch verschuldeten KI-Wettstrategie einer erneuten Marktprüfung ausgesetzt, da ein breit angelegter Ausverkauf bei US-Technologieaktien über Nacht die Korrektur beschleunigte.

[Quelle: TradingView]
Die SoftBank-Aktien schlossen am Donnerstag bei 7.377 Yen, was einem Rückgang von etwa 11,28 % entspricht. Das Kursplus der Aktie seit Jahresbeginn hatte zuvor 70 % überschritten, und zu Wochenbeginn übertraf sie kurzzeitig Toyota als wertvollstes Unternehmen Japans nach Marktkapitalisierung.
Auslöser für den Einbruch war die erneute Eskalation der Spannungen im Nahen Osten, die zu einem breiten Rückgang der US-Aktien über Nacht führte. Die Risk-off-Stimmung breitete sich schnell auf die asiatischen Märkte aus, wobei der Nikkei 225-Index den Tag mit einem Minus von 1,36 % beendete; SoftBank war einer der bedeutendsten Einzelwerte, die den Gesamtmarkt belasteten.
Der Rückgang von SoftBank übertraf den des Gesamtmarktes bei Weitem, da die einzigartige Bilanzstruktur in den Fokus rückte. Laut S&P Global Ratings werden die zinspflichtigen Schulden von SoftBank auf Einzelbasis bis Ende 2025 voraussichtlich etwa 16,3 Billionen Yen (rund 104 Milliarden US-Dollar) erreichen. Im März sicherte sich SoftBank zusätzliche Überbrückungskredite in Höhe von 40 Milliarden US-Dollar für weitere Investitionen in OpenAI. S&P senkte den Kreditausblick für SoftBank im März von "stabil" auf "negativ" und begründete dies damit, dass die zusätzlichen Investitionen die Liquidität der Vermögenswerte und die Kreditqualität beeinträchtigen würden.
Die Kernbeteiligungen von SoftBank sind stark auf das Chipdesign-Unternehmen Arm konzentriert ( ARM) und das KI-Unternehmen OpenAI. SoftBank hält etwa 90 % an Arm, dessen Bewertung stark mit den globalen Erwartungen an die Nachfrage nach KI-Chips korreliert.
In Bezug auf OpenAI hat SoftBank Investitionen in Höhe von insgesamt rund 64 Milliarden US-Dollar zugesagt, wovon etwa 34,6 Milliarden US-Dollar bereits investiert wurden, was einem Anteil von etwa 13 % entspricht. S&P schätzt, dass nach einer zusätzlichen Investition von 30 Milliarden US-Dollar das Gewicht von OpenAI im Portfolio von SoftBank auf etwa 30 % steigen wird, was in etwa dem von Arm entspricht.
Gil Luria, Leiter der Technologieanalyse bei D.A. Davidson, erklärte: "SoftBank hat sich als hoch verschuldete KI-Wette positioniert, die ein immenses Aufwärtspotenzial birgt, aber auch erhebliche Risiken mit sich bringt."
Jay R. Ritter, emeritierter Professor an der Wharton School, äußerte sich deutlicher: "Der Kauf von SoftBank ist eine gehebelte Wette auf OpenAI. Wenn OpenAI gut abschneidet, ist der Hebel ein Rückenwind; wenn es unter den Erwartungen bleibt, wird der Hebel nach hinten losgehen."
Die Wettbewerbslandschaft im Bereich KI verändert sich rasant, was auch die Sorgen des Marktes verstärkt hat. SpaceX plant den Börsengang für den 12. Juni, und Anthropic hat vertraulich einen Antrag auf Börsennotierung gestellt. Obwohl diese Börsengänge die Fundamentaldaten von SoftBank nicht direkt beeinflussen, ist die Marktstimmung bereits fragil, und jedes Gerede über eine "Kapitalabwanderung im KI-Sektor" könnte verstärkt wahrgenommen werden.
Dieser Inhalt wurde KI-übersetzt und von Menschen überprüft. Er dient nur zu Referenz- und Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar.
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