Interner Streit um Samsung-Spartenboni verschärft sich: Kluft bis zum 100-Fachen. Nicht-Chip-Abteilungen leisten massiven Widerstand, wird der Samsung-Aktienkurs weiterhin unter Druck stehen?
Der Arbeitskampf bei Samsung Electronics steuert auf eine mögliche Einigung zu, da die Wahlbeteiligung der größten Gewerkschaft über 86% liegt. Obwohl eine Annahme des Vorschlags erwartet wird, zeigen sich interne Spaltungen aufgrund erheblicher Lohnunterschiede zwischen den Geschäftsbereichen, insbesondere zwischen Speicher- und Nicht-Speicher-Chips sowie der DX-Sparte. Diese Ungleichheit birgt Risiken für die Mitarbeiterbindung und könnte Kunden beeinflussen. Parallel dazu prüfen Minderheitsaktionäre rechtliche Schritte. Analysten bezweifeln, dass sich das interne Klima kurzfristig stabilisiert, selbst bei Annahme des Pakets. Ein Besuch von Chairman Jay Y. Lee bei MediaTek wirft die Frage auf, ob Samsung trotz interner Unruhen und TSMCs Dominanz Schlüsselkunden gewinnen kann.

TradingKey – Der Arbeitskampf bei Samsung Electronics nähert sich möglicherweise einer Beilegung. Bis Montagmorgen hat die Wahlbeteiligung bei der größten Gewerkschaft des Unternehmens die Marke von 86 % überschritten. Die Abstimmung soll am Mittwoch um 10:00 Uhr enden, wobei die Regel der einfachen Mehrheit gilt: Wenn mehr als die Hälfte der Wahlberechtigten teilnimmt und mehr als die Hälfte zustimmt, wird die vorläufige Einigung finalisiert. Da etwa 80 % der stimmberechtigten Gewerkschaftsmitglieder aus der Halbleitersparte stammen – den Hauptnutznießern des Deals – wird allgemein erwartet, dass der Vorschlag angenommen wird.
Allerdings treten interne Spaltungen innerhalb der Gewerkschaft zutage. Südkoreanischen Medienberichten zufolge haben sich Gewerkschaftsmitglieder aus den Sparten Nicht-Speicher-Chips und Device eXperience (DX) seit Beginn der Abstimmung organisiert, um die Einigung abzulehnen, wobei sie auf eine massive Diskrepanz bei der Vergütung im Vergleich zur Speicherchip-Sparte verweisen. Während Mitarbeiter im Bereich Speicherchips in diesem Jahr Prämien von bis zu 600 Millionen Won erhalten sollen, werden für Beschäftigte in den Nicht-Speicher-Sektoren höchstens 210 Millionen Won erwartet. Noch einseitiger ist die Situation in der DX-Sparte, die für Endprodukte zuständig ist: Dort liegt die Vergütung bei etwa 6 Millionen Won – ein fast 100-facher Unterschied im Vergleich zur Speicher-Sparte.
Zugleich ziehen auch oppositionelle Aktionäre die Vereinbarung in Zweifel. Act, eine Plattform für Minderheitsaktionäre, gab bekannt, dass sie nach Erhalt des Aktionärsregisters von Samsung eine außerordentliche Hauptversammlung fordern werde, da das „Korea Shareholder Action Center“ offiziell Kurs auf ein kollektives Vorgehen nimmt.
Lohnvereinbarung dürfte angenommen werden – bleibt Samsung dennoch gefährdet?
Südkoreanischen Medienberichten zufolge haben Analysten darauf hingewiesen, dass der Widerstand im Bereich Nicht-Speicher und DX rapide an Stärke gewinnt und sich der verbale Schlagabtausch zwischen den Gewerkschaften in einem beispiellosen Ausmaß verschärft hat. Selbst wenn das Vergütungspaket genehmigt wird, sei es laut Analysten „angesichts der internen Konflikte, die durch das enorme Lohngefälle zwischen den Geschäftsbereichen offenbart wurden, unwahrscheinlich, dass sich das interne Betriebsklima kurzfristig stabilisiert“.
Aus praktischer Sicht wird die Vergütung die Mitarbeiterbindung direkt beeinflussen. In diesem Streit haben Gewerkschaftsvertreter infrage gestellt, ob das erhebliche Lohngefälle dazu führen könnte, dass Mitarbeiter in der Foundry-Sparte die Motivation verlieren, im Unternehmen zu bleiben.
Darüber hinaus merkte Song Heon-jae, Wirtschaftsprofessor an der Universität Seoul, an, dass Kunden, die Wert auf die Stabilität der Lieferkette legen, sich anderen Anbietern zuwenden könnten, wenn Samsung die Streikkrise nicht angemessen bewältigt.
Aktuellen Berichten zufolge traf der Vorsitzende von Samsung Electronics, Jay Y. Lee, am 21. in Taiwan ein, um TSMCs (TSM) bedeutendsten IC-Design-Kunden MediaTek zu besuchen. Brancheninsider glauben, dass der Zweck von Lees Besuch darin besteht, MediaTek von TSMC abzuwerben. Samsung konnte sich zuvor erfolgreich Foundry-Aufträge für Teslas (TSLA) AI6-Chip-Produktion sichern und bewirbt derzeit aktiv gegenüber AMD sein 2nm-Verfahren, wobei MediaTek der nächste Zielkunde ist.
Angesichts der symbiotischen Beziehung zwischen MediaTek und TSMC sowie der internen operativen Unsicherheiten bei Samsung stellt sich jedoch die Frage, ob es dem Unternehmen gelingen kann, Schlüsselkunden zu gewinnen, während die Kapazitäten von TSMC ausgelastet sind. Falls die Vereinbarung finalisiert wird und sich das Lohngefälle zwischen der Foundry- und der Chip-Sparte deutlich vergrößert, welchen Risiken wird das Foundry-Geschäft von Samsung ausgesetzt sein, und verfügt es tatsächlich über die Wettbewerbsfähigkeit, um TSMC herauszufordern?
Langfristig gesehen zeigt Samsung zwar derzeit große Ambitionen beim Ausbau der Kapazitäten und seiner Marktpräsenz, doch die durch diese Vereinbarung offenbarten langfristigen internen Spaltungen könnten dazu führen, dass das Unternehmen von innen heraus zerfällt.
Dieser Inhalt wurde KI-übersetzt und von Menschen überprüft. Er dient nur zu Referenz- und Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar.
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