Samsung und Gewerkschaft verhandeln 15 Stunden ohne Ergebnis, letzter Anlauf Mittwochmorgen
Die Verhandlungen zwischen Samsung Electronics und der südkoreanischen Gewerkschaft zur Beilegung des Streits um Leistungsprämien sind festgefahren. Die Kernfrage betrifft die Begrenzung von Boni auf 50 % des Jahresgehalts, wobei die Gewerkschaft die Abschaffung und eine vollständige Kopplung an die Rentabilität der Halbleitersparte fordert, während das Management eine Deckelung aus Sorge vor Fixkostendruck befürwortet. Trotz weitgehendem Konsens in anderen Punkten steht ein Durchbruch bevor, um einen drohenden 18-tägigen Streik ab dem 21. Mai abzuwenden. Ein Scheitern der Gespräche könnte erhebliche Auswirkungen auf die Aktien von Samsung und die HBM- und DDR5-Produktion haben.

TradingKey - Die südkoreanische National Labor Relations Commission gab bekannt, dass Samsung Electronics und die südkoreanische Gewerkschaft fast 15 Stunden lang verhandelt haben, ohne eine Einigung zu erzielen. Beide Parteien werden die Gespräche am Mittwochmorgen wieder aufnehmen, wobei nur noch ein Tag bis zum geplanten Streik der Gewerkschaft verbleibt.
Der Kommissionsvorsitzende Park Soo-keun gab am späten Dienstagabend auf einer Pressekonferenz bekannt, dass sich beide Seiten auf eine Einigung zubewegen, ein Konsens in einer Schlüsselfrage jedoch weiterhin aussteht. Einzelheiten zu diesem Punkt nannte er nicht und erklärte lediglich, dass „es in einer Angelegenheit Meinungsverschiedenheiten zwischen dem Management und der Gewerkschaft gibt“.
Quellen zufolge liegt der Kern des Streits in der Frage, ob Leistungsprämien auf „50 % des Jahresgehalts“ begrenzt werden sollten. Die Gewerkschaft plädiert für die Abschaffung dieser Obergrenze und fordert, dass die Boni vollständig an die Rentabilität der Halbleitersparte gekoppelt werden. Im Gegensatz dazu beharrt das Management auf der Beibehaltung der Deckelung, da es befürchtet, dass ein System ohne Obergrenze in Phasen des Branchenabschwungs einen Fixkostendruck erzeugen würde.
Abgesehen von diesem Haupthindernis haben beide Seiten in anderen Fragen weitgehend Konsens erzielt, unter anderem beim Verhältnis der Boni zum Betriebsergebnis und einer Erhöhung des Grundgehalts um 7 %.
Die Verhandlungen am Dienstag sollten ursprünglich um 19:00 Uhr enden, dauerten jedoch tatsächlich bis Mittwoch um 00:30 Uhr an. Die Parteien planen, die Gespräche am Mittwoch um 10:00 Uhr Ortszeit wieder aufzunehmen. Park Soo-keun erwartet, dass die Verhandlungen an diesem Vormittag abgeschlossen werden könnten, da die Gewerkschaft den Mitgliedern Zeit für die Abstimmung über eine etwaige vorläufige Vereinbarung einräumen muss.
Die Gewerkschaft hatte zuvor angekündigt, dass sie im Falle eines Scheiterns der Verhandlungen ab dem 21. Mai einen 18-tägigen Generalstreik einleiten wird. Damit sind die Gespräche am Mittwochmorgen das letzte Zeitfenster, um den Streik abzuwenden. Abschließende Nachrichten werden heute gegen Mittag erwartet.
Zur Marktreaktion: Der Aktienkurs von Samsung Electronics brach am Dienstag um mehr als 5 % ein, bevor er die Verluste nach Berichten über eine Annäherung beider Seiten wieder wettmachte. Das Papier drehte am Nachmittag kurzzeitig ins Plus, schloss jedoch mit einem leichten Minus von 1,96 %.
Stand 10:20 Uhr Ortszeit Seoul am 20. Mai notierte der Aktienkurs von Samsung bei 276.000 KRW.

[Quelle: Yahoo Finance]
Kim Dong-won, Analyst bei KB Securities, merkte an: „Die Anleger sind am meisten besorgt über den Stillstand der HBM- und DDR5-Produktionslinien und die daraus resultierenden Folgewirkungen.“ Sollte der 18-tägige Streik stattfinden, wären die Auswirkungen noch tiefgreifender, und jegliche Anzeichen für ein Scheitern der Verhandlungen könnten einen weiteren Ausverkauf auslösen.
Die südkoreanische Regierung hat wiederholt Druck auf beide Seiten ausgeübt und davor gewarnt, dass sie im Falle erheblicher Schäden für die Volkswirtschaft durch einen Streik von ihrer „Notfall-Anpassungsbefugnis“ Gebrauch machen wird – einem Mechanismus, der einen Streik für 30 Tage während einer staatlichen Schlichtung aussetzen kann.
Darüber hinaus hatte das Bezirksgericht Suwon zuvor einem Antrag von Samsung Electronics auf eine einstweilige Verfügung stattgegeben. Das Gericht ordnete an, dass die Produktionsanlagen auch im Falle eines Streiks in Betrieb bleiben müssen; bei Zuwiderhandlung droht eine Geldstrafe von 100 Millionen KRW pro Ereignis und Tag.
Dieser Inhalt wurde KI-übersetzt und von Menschen überprüft. Er dient nur zu Referenz- und Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar.
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