Samsung-Streikkrise vorläufig beigelegt: 6,2 % Gehaltserhöhung, 10,5 % Bonus für die Chip-Sparte, Aktien steigen um über 6 %
1. Samsung Electronics hat eine vorläufige Lohnvereinbarung mit Gewerkschaftsführern erzielt und einen Streik abgewendet.
2. Die Aktien von Samsung stiegen um über 6 %, KOSPI 200-Futures lösten einen Circuit Breaker aus.
3. Die Vereinbarung sieht eine durchschnittliche Gehaltserhöhung von 6,2 % für 2026 vor.
4. Eine neue operative Leistungsprämie von 10,5 % des Geschäftsergebnisses für die Halbleitersparte wird als Aktienbonus ausgezahlt.
5. Langfristige operative Gewinnziele für die Halbleitersparte (200 Billionen Won 2026-2028, 100 Billionen Won 2029-2035) sind mit zusätzlichen Aktienprämien verbunden.
6. Die Kernforderung der Gewerkschaft nach 15 % des operativen Gewinns als fester Bonus-Pool wurde nicht erfüllt.
7. Der Streik ist bis zur Abstimmung der Mitglieder (22.-27. Mai) ausgesetzt; Ergebnisse werden am 28. Mai erwartet.
8. Der Konflikt entstand durch die ungleiche Gewinnverteilung des KI-Booms, der den Q1 2026 operativen Gewinn von Samsung auf 57,2 Billionen Won steigen ließ.

TradingKey – Samsung Electronics hat am Mittwochabend eine vorläufige Lohnvereinbarung mit den Gewerkschaftsführern erzielt und damit einen ursprünglich für Donnerstag geplanten Generalstreik in letzter Minute abgewendet. Die Aktien von Samsung stiegen im frühen Donnerstagshandel um mehr als 6 %, während die KOSPI 200-Futures um 5 % in die Höhe schossen, was einen Circuit Breaker auslöste. Am 21. Mai um 10:21 Uhr Ortszeit Seoul notierte der Aktienkurs von Samsung bei 293.500 Won, ein Plus von 6,25 %.

[Quelle: TradingView]
Laut einer von Samsung veröffentlichten Erklärung haben sich Geschäftsführung und Arbeitnehmervertreter auf einen vorläufigen Konsens über den Lohn- und Tarifvertrag für 2026 geeinigt. Die Gewerkschaft bestätigte daraufhin, dass der umfassende Streik, der ursprünglich vom 21. Mai bis zum 7. Juni geplant war, ausgesetzt wurde.
Die wesentlichen Bedingungen der vorläufigen Einigung umfassen: eine durchschnittliche Gehaltserhöhung von 6,2 % für 2026; eine neue spezielle operative Leistungsprämie für die Halbleitersparte in Höhe von 10,5 % des in Tarifverhandlungen festgelegten Geschäftsergebnisses, ohne Ausschüttungsobergrenze. Der Bonus wird in Form von Aktien nach Steuern gezahlt, wobei ein Drittel sofort verkaufsfähig ist und die verbleibenden zwei Drittel für ein beziehungsweise zwei Jahre gesperrt bleiben. Die Vereinbarung behält den bestehenden Gewinnbeteiligungsmechanismus des Unternehmens bei.
Die Vereinbarung legt zudem langfristige Leistungsziele fest: ein jährliches operatives Gewinnziel von 200 Billionen Won für die Halbleitersparte von 2026 bis 2028 sowie ein Ziel von 100 Billionen Won von 2029 bis 2035. Bei Erreichen dieser Ziele erhalten die Mitarbeiter zusätzliche Aktienprämien, wobei der spezifische Verteilungsplan in nachfolgenden Tarifverhandlungen festgelegt wird.
Samsung Electronics erklärte in seiner Mitteilung, dass die Vereinbarung ein Gleichgewicht zwischen der Wahrung der Betriebsgrundsätze des Unternehmens und der Verbesserung der Mitarbeiteranreize schafft. Das Unternehmen hatte zuvor davor gewarnt, dass Forderungen nach Leistungsprämien in verlustbringenden Abteilungen seine grundlegenden Betriebsprinzipien untergraben würden.
Die Kernforderung der Gewerkschaft, 15 % des operativen Gewinns des Unternehmens einem Leistungsbonus-Pool zuzuweisen und dies dauerhaft in die Arbeitsverträge aufzunehmen, wurde in dieser Vereinbarung nicht erfüllt. Stattdessen wurde sie durch den erwähnten gewinnabhängigen Aktienbonus von 10,5 % ersetzt. Obwohl die Gewerkschaft das Ziel der 15-prozentigen Gewinnbeteiligung nicht erreichte, stimmte sie zu, den Streik vorbehaltlich einer Abstimmung ihrer Mitglieder auszusetzen.
Die Streikkrise verschärfte sich in den letzten Tagen drastisch. Am 18. Mai gab das Bezirksgericht Suwon in Südkorea einer von Samsung beantragten einstweiligen Verfügung teilweise statt und ordnete an, dass die Gewerkschaft die normale Produktion aufrechterhalten müsse, andernfalls drohten Geldstrafen. Am Morgen des 20. Mai scheiterte die dritte Runde der staatlich vermittelten Gespräche zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern. In jener Nacht berief der südkoreanische Arbeitsminister Kim Young-hun dringende nächtliche Verhandlungen ein und vermittelte schließlich noch vor Mitternacht eine Einigung.
Die Ursache des Konflikts liegt in der ungleichen Gewinnverteilung, die durch den KI-Boom ausgelöst wurde. Der operative Gewinn von Samsung Electronics erreichte im ersten Quartal 2026 57,2 Billionen Won, was einem astronomischen Anstieg von 756 % gegenüber dem Vorjahr entspricht, wobei die Halbleitersparte 93,9 % beisteuerte. Die Gewerkschaft wies darauf hin, dass der Konkurrent SK Hynix im Jahr 2025 Bonusobergrenzen abgeschafft und 10 % seines jährlichen operativen Gewinns einem Bonus-Pool zugewiesen habe, was zu Durchschnittsboni führte, die mehr als dreimal so hoch waren wie bei vergleichbaren Positionen bei Samsung.
Alle Gewerkschaftsmitglieder werden vom 22. bis 27. Mai über den vorläufigen Vorschlag abstimmen. Falls die Vereinbarung abgelehnt wird, könnte der Streik dennoch wieder aufgenommen werden. Die Bekanntgabe der Abstimmungsergebnisse wird für den 28. Mai erwartet.
Dieser Inhalt wurde KI-übersetzt und von Menschen überprüft. Er dient nur zu Referenz- und Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar.
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