Yuan auf Höhenflug: China-Währung vor Gipfel stärker als seit 2023
Analysten der Société Générale beobachten, dass der USD/CNY-Kurs unter 6,80 notiert und der chinesische Yuan damit vor dem US-China-Gipfel den höchsten Stand seit Februar 2023 erreicht hat. Sie führen die Stärke der Währung auf eine erhöhte Nachfrage nach sicheren Anlagen sowie robuste Handelsdaten zurück, erwarten von dem Besuch von Donald Trump jedoch lediglich begrenzte Fortschritte mit Fokus auf Handelsdisziplin und kleinere vertrauensbildende Maßnahmen.
Zuflüsse in sichere Anlagen und Handelsüberschuss
"Der chinesische Yuan handelt auf dem stärksten Niveau seit Februar 2023 und ist vor dem US-China-Gipfel in dieser Woche wieder unter die Marke von 6,80 je Dollar gefallen. Die überdurchschnittliche Entwicklung des Yuan in Asiens Schwellenländern in diesem Jahr ist vor allem auf Chinas wachsende Rolle als sicherer Hafen inmitten geopolitischer und energiepolitischer Turbulenzen zurückzuführen."
"Auch die Außenhandelsdaten stützen die Währung weiterhin. Die Exporte legten im Jahresvergleich um 14,1 Prozent zu und erhöhten den Überschuss im April auf 84,82 Milliarden Dollar."
"An den Besuch von Trump werden vergleichsweise geringe Erwartungen geknüpft. Dies zeigt sich unter anderem an einer im Vergleich zu 2017 kleineren Delegation von Unternehmenschefs sowie kurzfristigen Einladungen, die auf interne politische Differenzen hindeuten. Im Mittelpunkt der Gespräche dürften Handelsdisziplin und eine mögliche kurze Verlängerung des im Oktober vereinbarten Waffenstillstands im Handelskonflikt stehen, weniger jedoch weitreichende Abkommen."
"China dürfte auf eine Lockerung der US-Exportkontrollen im Technologiebereich sowie auf mehr politische Planungssicherheit drängen, während Washington voraussichtlich an seiner Linie festhält und die Ergebnisse begrenzt bleiben. Auch Themen wie der Iran sowie chinesische Seltene-Erden-Exporte könnten zur Sprache kommen."
"Aus wirtschaftlicher Sicht könnten sich die Gespräche auf eng umrissene, symbolische Ergebnisse konzentrieren, insbesondere auf einen möglichen Auftrag für Flugzeuge von Boeing. Dies würde eher auf moderate vertrauensbildende Maßnahmen als auf eine grundlegende Neuausrichtung der bilateralen Beziehungen hindeuten."
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