Zins-Schock droht: Taiwan könnte schneller an der Zinsschraube drehen
Die Ökonomin Ma Tieying vom Research-Team der DBS Group hat den Zinsausblick für Taiwan angepasst, nachdem die Prognosen für das Bruttoinlandsprodukt (BIP) und den Verbraucherpreisindex (CPI) für 2026 nach oben korrigiert wurden. Das Team rechnet nun im dritten Quartal mit einer zusätzlichen Zinserhöhung um 12,5 Basispunkte, wodurch der Leitzins auf 2,125 % steigen würde. Für die Juni-Sitzung erwartet Tieying hingegen eine Zinspause. Steigende Erzeugerpreise (PPI) sowie höhere Preisindizes im Einkaufsmanagerindex (PMI) deuteten jedoch auf zunehmenden Inflationsdruck im weiteren Jahresverlauf 2026 hin.
DBS erwartet zusätzliche Zinserhöhung im dritten Quartal für Taiwan
„Nach unserer bereits erfolgten Aufwärtsrevision der BIP- und CPI-Prognosen für 2026 (auf 9,4 % beziehungsweise 1,9 %) passen wir auch unsere Zinsprognose an und rechnen nun mit einer zusätzlichen Anhebung um 12,5 Basispunkte im dritten Quartal. Dadurch würde der Leitzins von 2,00 % auf 2,125 % steigen. Jüngste Daten deuten darauf hin, dass die Zentralbank auf ihrer Sitzung im Juni voraussichtlich stillhalten wird.“
„Mit Blick nach vorn dürfte sich der Straffungsdruck jedoch in der zweiten Jahreshälfte verstärken, da der vorgelagerte Inflationsdruck weiter zunimmt.“
„Diese Frühindikatoren legen nahe, dass die Gesamtinflation ab Mai über 2 % steigen und bis zur Jahresmitte etwa 2,5 % erreichen könnte.“
„Ein teilweises Durchschlagen auf die Kerninflation ist ebenfalls wahrscheinlich, was die Kernrate in der zweiten Jahreshälfte in Richtung 2,5 % treiben könnte.“
„Die taiwanische Zentralbank bleibt wachsam gegenüber Zweitrundeneffekten der Inflation infolge höherer Energiekosten.“
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