Söder: EU muss bei Zöllen handeln - "Cool bleiben" bei Truppenplänen
Erding, 04. Mai (Reuters) - Angesichts der von US-Präsident Donald Trump verhängten neuen Zölle für Autoimporte aus Europa dringt Bayerns Ministerpräsident Markus Söder auf eine rasche Ratifizierung des bereits vereinbarten Zollabkommens. "Zunächst mal wäre es sehr wichtig, dass Europa handelt", sagte der CSU-Chef am Montag bei einer Veranstaltung in Erding bei München. "Das heißt vor allen Dingen, dass das Europäische Parlament endlich das ratifiziert, was die Kommission eigentlich schon im letzten Jahr ausgehandelt hat."
Zudem müsse geklärt werden, ob Trumps jüngste Ankündigung möglicherweise eine Reaktion darauf sei, dass das Europaparlament die Vereinbarung noch nicht umgesetzt habe. Man müsse versuchen, "mit den Amerikanern im Dialog zu bleiben, so schwer das einem manchmal auch fällt und so sehr es einen auch mal nerven kann". In Bayern zählen Audi und BMW zu den großen US-Autoimporteuren.
Zu Spekulationen, von der von Trump angekündigten Truppenreduzierung in Deutschland könnten auch Europas größter US-Truppenübungsplatz im bayerischen Grafenwöhr und eine dazu gehörende US-Einheit in Vilseck betroffen sein, sagte Söder: "Wir haben nichts Konkretes." Söder bekräftigte, man solle sich von Trumps wechselnden Äußerungen nicht in Aufregung versetzen lassen: "Da müssen wir cool bleiben."
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