tradingkey.logo
tradingkey.logo
Suchen

FOKUS 1-Morgan Stanley geht davon aus, dass die Fed die Zinsen 2026 unverändert lassen wird

ReutersApr 30, 2026 5:02 AM
facebooktwitterlinkedin

- Morgan Stanley erklärte am Mittwoch, dass die US-Notenbank nun voraussichtlich erst im nächsten Jahr mit Zinssenkungen beginnen werde, und revidierte damit ihre frühere Prognose von Zinssenkungen im Jahr 2026 aufgrund der hartnäckigen Inflation und der wirtschaftlichen Widerstandsfähigkeit.

Die Fed hielt am Mittwoch in einer stark gespaltenen Entscheidung – der stärksten seit 1992 – ihre Leitzins (link), was die Renditen von US-Staatsanleihen auf den höchsten Stand seit einem Monat trieb und den Dollar auf ein Zwei-Wochen-Hoch steigen ließ.

Die Inflation liegt weiterhin über dem 2-Prozent-Ziel der Fed, und die jüngsten Wirtschaftsdaten deuten auf anhaltende Stärke beim Wachstum und auf den Arbeitsmärkten hin, was die Dringlichkeit weiterer geldpolitischer Lockerungen verringert, so das Wall-Street-Brokerhaus in einer nach der Fed-Entscheidung veröffentlichten Mitteilung.

„Die Hürde für Zinssenkungen ist höher und die Fed scheint bereit zu sein, abzuwarten“, so die Bank. Sie fügte hinzu, dass die Entscheidungsträger wahrscheinlich vorsichtig vorgehen werden, während sie die verzögerten Auswirkungen früherer Straffungen und die Dauerhaftigkeit der jüngsten Disinflationstendenzen bewerten.

Das Brokerhaus prognostiziert Zinssenkungen imJanuar und März, da der Inflationsdruck überzeugender nachlässt und sich das Wachstum in Richtung des Trends verlangsamt.

Anfang dieses Monats erklärte der Deutsche Bank- (link), er erwarte, dass die Fed die Zinsen 2026 unverändert lassen werde, und verwies dabei auf die nach wie vor hohe Inflation und eine vorsichtige geldpolitische Haltung.

Laut CME Fedwatch preisen Händler nun eine Wahrscheinlichkeit von rund 44 Prozent für eine Zinserhöhung bis April 2027 ein, gegenüber etwa 8 Prozent vor der Bekanntgabe der Fed-Entscheidung.

(link) Mehrere Fed-Vertreter erklärten Anfang dieses Monats in einem Interview, dass der Krieg im Nahen Osten den Inflationsdruck bereits verstärkt habe, während die erhöhte Unsicherheit es der Zentralbank erschwere, klare Signale für ihre nächsten Schritte in Bezug auf die Zinssätze zu senden.

Haftungsausschluss: Die auf dieser Website bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich Bildungs- und Informationszwecken und stellen keine Finanz- oder Anlageberatung dar

Empfohlene Artikel

KeyAI