Inflationsschock in Europa: EZB vor schärferem Kurswechsel
Analysten von TD Securities verweisen darauf, dass die Verbraucherumfragen der Europäische Zentralbank (EZB) eine deutliche Aufwärtsüberraschung bei den Inflationserwartungen auf Sicht von einem und drei Jahren gezeigt haben. Dies deute auf wachsende Sorgen über eine anhaltend hohe Inflation hin und dürfte die Kommunikation der EZB in eine restriktivere Richtung lenken. Gleichzeitig könnte ein weniger angespannter Arbeitsmarkt die sogenannten Zweitrundeneffekte auf die Löhne begrenzen, sodass die Abhängigkeit von aktuellen Daten hoch bleibt.
Anhaltend erhöhte Inflationserwartungen im Fokus
„Die Verbraucherumfragen der EZB verzeichneten eine deutliche Aufwärtsüberraschung sowohl bei den Inflationserwartungen für ein Jahr als auch für drei Jahre, mit 4,0 % (Markterwartung: 2,8 %) beziehungsweise 3,0 % (Markterwartung: 2,6 %).“
„Dies deutet auf Sorgen über eine anhaltende Inflation über den Energiepreisschock im ersten Jahr hinaus hin, und wir erwarten, dass dies die Kommunikation der EZB bei der Sitzung am 30. April in eine restriktivere Richtung verschieben wird.“
„Einschränkend ist jedoch anzumerken, dass die Inflationserwartungen zwar eine zentrale Rolle für die Überlegungen des EZB-Rats spielen, der Arbeitsmarkt aber weniger angespannt ist als noch im Jahr 2022, was Zweitrundeneffekte auf das Lohnwachstum begrenzen könnte.“
„Angesichts der anhaltenden Unsicherheit wird es für die EZB kurzfristig weiterhin entscheidend sein, alle übrigen Datenpunkte genau zu beobachten.“
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