Wann ist die deutsche ZEW-Umfrage und wie könnte sie EUR/USD beeinflussen
Übersicht zur deutschen ZEW-Umfrage
Das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) wird am Dienstag um 09:00 GMT den deutschen Wirtschaftsstimmungsindex und den Index zur aktuellen Lage für April veröffentlichen.
ZEW-Umfrage – Der Wirtschaftsstimmungsindex für Deutschland wird im April voraussichtlich auf -5,0 fallen, nach -0,5 im März. Der Subindex zur aktuellen Lage wird im Berichtsmonat voraussichtlich auf -70 sinken, nach -62,0 im Vormonat.
ZEW-Umfrage – Die Wirtschaftsstimmung in der Eurozone wird im April voraussichtlich auf -3,6 zurückgehen, nach zuvor -8,5.
Wie könnte die deutsche ZEW-Umfrage EUR/USD beeinflussen?
EUR/USD handelt am Tag der Veröffentlichung im negativen Bereich vor der ZEW-Umfrage. Das Paar gibt leicht nach, da der US-Dollar (USD) inmitten vorsichtiger Märkte vor möglichen US-Iran-Friedensgesprächen an Stärke gewinnt.
Wenn die Daten besser als erwartet ausfallen, könnte dies den Euro (EUR) stärken, wobei die erste Aufwärtsbarriere bei der psychologischen Marke von 1,1800 liegt. Die nächste Widerstandsmarke ergibt sich am Hoch vom 17. April bei 1,1849, auf dem Weg zum Hoch vom 9. Februar bei 1,1926.
Auf der Unterseite bietet das Tief vom 20. April bei 1,1728 den Käufern etwas Halt. Anhaltende Verluste könnten einen Rückgang zum 100-Tage-EMA (Exponential Moving Average) bei 1,1680 nach sich ziehen, gefolgt vom Tief vom 8. April bei 1,1588.
Wirtschaftsindikator
ZEW Umfrage - Konjunkturerwartungen
Die Konjunkturerwartungen werden durch das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung veröffentlicht und sie zeigen die Differenz zwischen den institutionellen Anlegerstimmungen welche optimistisch und pessimistisch gestimmt sind. Generell ist eine hohe Lesung für den EUR bullish, während eine niedrige Lesung entsprechend bearish ist.
Mehr lesenNächste Veröffentlichung: Di Apr. 21, 2026 09:00
Häufigkeit: Monatlich
Prognose: -5
Vorher: -0.5
Euro - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Der Euro ist die Währung der 19 Länder der Europäischen Union, die zur Eurozone gehören. Nach dem US-Dollar ist er die am zweithäufigsten gehandelte Währung der Welt. Im Jahr 2022 machte er 31 % aller Devisentransaktionen aus, mit einem durchschnittlichen Tagesumsatz von über 2,2 Billionen US-Dollar pro Tag. Der EUR/USD ist das am meisten gehandelte Währungspaar der Welt und macht schätzungsweise 30 % aller Transaktionen aus. Es folgen der EUR/JPY mit 4 %, der EUR/GBP mit 3 % und der EUR/AUD mit 2 %.
Die Europäische Zentralbank (EZB) in Frankfurt, Deutschland, ist die Zentralbank der Eurozone. Sie legt die Zinssätze fest und steuert die Geldpolitik. Das Hauptziel der EZB ist die Preisstabilität, was entweder die Kontrolle der Inflation oder die Förderung des Wachstums bedeutet. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anhebung oder Senkung der Zinssätze. Relativ hohe Zinssätze oder die Erwartung höherer Zinssätze stärken in der Regel den Euro und umgekehrt. Der EZB-Rat trifft geldpolitische Entscheidungen in acht Sitzungen pro Jahr. Diese werden von den Leitern der nationalen Zentralbanken der Eurozone und sechs ständigen Mitgliedern, darunter EZB-Präsidentin Christine Lagarde, getroffen.
Die Inflation in der Eurozone, gemessen am harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI), ist ein entscheidender Faktor für den Euro. Übertrifft die Inflation die Erwartungen und das Ziel von 2 % der Europäischen Zentralbank (EZB), wird die EZB wahrscheinlich die Zinsen anheben müssen, um die Preisstabilität zu sichern. Höhere Zinsen im Vergleich zu anderen Währungsräumen machen den Euro attraktiver für globale Investoren und stärken somit die Währung.
Veröffentlichungen von Wirtschaftsdaten beeinflussen die Gesundheit der Wirtschaft und somit den Euro. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI), Beschäftigungszahlen und Konsumentenstimmung geben Hinweise auf die Entwicklung der gemeinsamen Währung. Eine starke Wirtschaft stützt den Euro, da sie ausländische Investitionen anzieht und möglicherweise die Europäische Zentralbank (EZB) zu Zinserhöhungen bewegt. Schwache Daten hingegen lassen den Euro oft fallen. Besonders relevant sind hierbei die Daten der vier größten Volkswirtschaften des Euroraums – Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien –, die rund 75 % der Eurozonen-Wirtschaft ausmachen.
Ein entscheidender Faktor für den Euro ist die Handelsbilanz, die den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe eines Landes über einen bestimmten Zeitraum misst. Wenn ein Land gefragte Exportgüter herstellt, erhöht sich die Nachfrage nach seiner Währung, da ausländische Käufer diese Waren erwerben wollen. Eine positive Handelsbilanz stärkt somit den Euro, während ein Handelsdefizit die Währung unter Druck setzen kann.
Empfohlene Artikel












Kommentare (0)
Klicken Sie auf die $-Schaltfläche, geben Sie das Symbol ein und wählen Sie eine Aktie, einen ETF oder einen anderen Ticker zum Verlinken aus.