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IWF rechnet wegen höherer Inflation mit "schmerzhaften" Zinserhöhungen

ReutersApr 14, 2026 2:15 PM
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- Wegen der steigenden Inflation im Zuge des Nahost-Krieges werden laut Internationalem Währungsfonds spürbare Zinserhöhungen nötig. "Auf die Bremse zu steigen, wird schmerzhaft", sagte IWF-Chefökonom Pierre-Olivier Gourinchas in einem am Dienstag veröffentlichten Interview der Nachrichtenagentur Reuters. Vermutlich seien umfangreichere Maßnahmen nötig als 2022, als der russische Angriff auf die Ukraine und die Folgen der Corona-Pandemie die Inflation stark anheizten. Es folgte eine Serie von Zinserhöhungen, um die Inflation wieder unter Kontrolle zu bringen.

Im neuen IWF-Bericht zur Finanzstabilität hieß es zudem, es gebe derzeit ein höheres Risiko als sonst. Dies gehe vor allem auf den Nahost-Krieg zurück. Bisher seien die Korrekturen an den Aktien- und Anleihemärkten - ausgelöst durch höhere Öl- und Energiepreise - aber "geordnet" abgelaufen. Je länger der Konflikt anhalte, desto mehr werde die Finanzstabilität Risiken ausgesetzt. Vor allem plötzliche Änderungen der Finanzierungsbedingungen könnten Verkaufswellen auslösen. Schwellenländer könnten mit größeren Kapitalabflüssen konfrontiert sein. Bei einem längeren Konflikt dürften sich auch die boomenden Investitionen in Künstliche Intelligenz verlangsamen.

Laut IWF sind die Kapitalmärkte bei Kriegsausbruch Ende Februar aber in einer starken Verfassung gewesen. Die Notenbanken müssten wegen der höheren Inflation ihren Fokus auf Preisstabilität legen. Gleichzeitig könne ein längerer Krieg aber die Wirtschaft stärker in Mitleidenschaft ziehen als bisher.

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