EZB-Mitglied Müller: Zinserhöhung im April kann nicht ausgeschlossen werden
Madis Müller, Mitglied des Rates der Europäischen Zentralbank (EZB), sagte in einem Interview in Tallinn, das Bloomberg während der europäischen Handelszeiten am Dienstag berichtete, dass es bei der EZB-Sitzung im April zu einer Zinserhöhung kommen könnte.
Weitere Bemerkungen
Es ist sehr schwer zu sagen, in welchem Zustand wir Ende April sein könnten.
Wir können Änderungen der Zinssätze im April sicherlich nicht ausschließen, wenn die Energiepreise über einen längeren Zeitraum auf einem hohen Niveau bleiben.
Um die Kaufkraft zu erhalten, müssten die Menschen anfangen, die Löhne stärker zu erhöhen.
Marktreaktion
Die Kommentare von EZB-Mitglied Müller scheinen keine Auswirkungen auf den Euro (EUR) zu haben. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts notiert EUR/USD leicht im Minus nahe 1,1460.
EZB - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Die Europäische Zentralbank (EZB), mit Sitz in Frankfurt am Main, steuert die Geldpolitik der Eurozone. Ihr Hauptziel ist die Preisstabilität, definiert durch eine Inflationsrate von rund 2 %. Durch Anpassungen der Zinssätze beeinflusst die EZB maßgeblich den Wechselkurs des Euros, der tendenziell durch höhere Zinsen gestärkt und durch niedrigere geschwächt wird.
In extremen Situationen kann die Europäische Zentralbank ein Instrument namens Quantitative Easing (QE) einsetzen. QE bedeutet, dass die EZB Euros druckt und diese verwendet, um Vermögenswerte – in der Regel Staats- oder Unternehmensanleihen – von Banken und anderen Finanzinstitutionen zu kaufen. QE führt in der Regel zu einer Abschwächung des Euros. Es wird als letztes Mittel eingesetzt, wenn Zinssenkungen allein das Ziel der Preisstabilität nicht erreichen können. Die EZB setzte QE während der Finanzkrise 2009-2011, 2015 bei anhaltend niedriger Inflation und während der COVID-19-Pandemie ein.
Quantitative Straffung (QT) ist das Gegenteil von QE: Statt Staatsanleihen zu kaufen, stellt die EZB den Ankauf ein und reinvestiert fällige Beträge nicht mehr. Dies wirkt sich in der Regel positiv auf den Euro aus, da es die Liquidität am Markt verringert.
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