26. Mär (Reuters) - Die großen Maklerunternehmen gehen weiterhin von zwei Zinssenkungen der US-Notenbank im Jahr 2026 aus - im Gegensatz zu den jüngsten Prognosen der Zentralbank, die angesichts der durch den Krieg im Nahen Osten geschürten Inflationssorgen eine einzige Senkung um einen Viertelpunkt vorsahen.
UBS Global Wealth Management und Morgan Stanley (link) revidierten als jüngste Maklerunternehmen ihre Prognosen für die Zentralbank und schlossen sich damit Kollegen wie Goldman Sachs und Barclays an, die eine erste Zinssenkung im September erwarteten, während sie zuvor von Juni ausgegangen waren.
Anfang des Monats hatte die Fed die Zinsen auf ihrer März-Sitzung (link) wie erwartet unverändert gelassen. Die Anleger konzentrierten sich auf die vorsichtigen Äußerungen des Fed-Vorsitzenden Jerome Powell, wonach die wirtschaftlichen Aussichten angesichts eines Krieges zwischen den USA und Israel mit dem Iran unsicher bleiben.
Laut dem FedWatch Tool der CME Group rechnen die Geldmarktteilnehmer in diesem Jahr nicht mehr mit einer Lockerung der US-Notenbank, während sie vor dem Ausbruch des Iran-Konflikts zwei Zinssenkungen vorgenommen hatten.
Hier sind die Prognosen der wichtigsten Brokerhäuser für 2026
Maklerhaus | Gesamte Zinssenkungen im Jahr 2026 | Anzahl der Zinssenkungen im Jahr 2026 | Fed Funds Rate |
Citigroup | 75 Basispunkte | 3 (im Juni, Juli und September) | 2.75%-3.00% |
Goldman Sachs | 50 Basispunkte | 2 (im September und Dezember) | 3.00%-3.25% |
Morgan Stanley | 50 Basispunkte | 2 (im September und Dezember) | 3.00%-3.25% |
BofA Global Research | 50 Basispunkte | 2 (im Juni und Juli) | 3.00%-3.25% |
Wells Fargo | 50 Basispunkte | 2 (im Juni und September) | 3.00-3.25% |
Nomura | 50 Basispunkte | 2 (im Juni und September) | 3.00-3.25% |
Barclays | 25 Basispunkte | 1 (im September) | 3.25%-3.50% |
UBS Global Research | 50 Basispunkte | 2 (Juli und Oktober) | 3.00%-3.25% |
UBS Global Wealth Management | 50 Basispunkte | 2 (September und Dezember) | 3.00%-3.25% |
Deutsche Bank | 25 Basispunkte | 1 (im September) | 3.25%-3.50% |
BNP Paribas | Keine Zinssenkungen | - | 3.50%-3.75% |
HSBC | Keine Zinssenkungen | - | 3.50%-3.75% |
J.P.Morgan | Keine Zinssenkungen | - | 3.50%-3.75% |
Standard Chartered | Keine Zinssenkungen | - | 3.50%-3.75% |
Macquarie | Zinserhöhung (in H1 2027) | - | - |