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Chinas senkt Wachstumsziel für Wirtschaft auf 4,5 bis 5,0 Prozent

ReutersMar 5, 2026 6:19 AM

- Die chinesische Führung hat das Wachstumsziel für die heimische Wirtschaft gesenkt. Für dieses Jahr werde ein Anstieg des Bruttoinlandsprodukts zwischen 4,5 und 5,0 Prozent angestrebt, hieß es am Donnerstag zum Auftakt des Volkskongresses in Peking. Im vergangenen Jahr wuchs die nach den USA zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt wie schon 2024 um fünf Prozent. Dafür sorgten vor allem die wachsenden Exporte, die trotz der von US-Präsident Donald Trump verhängten hohen Zölle brummten. So wurde erstmals ein Exportüberschuss von mehr als einer Billion Dollar erzielt.

"Das externe Umfeld für Chinas wirtschaftliche Entwicklung ist in diesem Jahr noch komplexer und volatiler geworden", begründete der Leiter der Forschungsabteilung des Kabinetts, Shen Danyang, das gesenkte Ziel auf einer Pressekonferenz. "Die Unsicherheiten und unvorhersehbaren Faktoren, die die Wirtschaftsleistung beeinflussen, dürften größer sein als erwartet." Mit dem Krieg von Israel und den USA gegen den wichtigen chinesischen Öllieferanten Iran ist in diesen Tagen ein neues Risiko hinzugekommen. Die Energiepreise stiegen in der Folge deutlich.

Bei der Eröffnung der jährlichen Parlamentssitzung lobte Ministerpräsident Li Qiang Chinas Fähigkeit, den von US-Präsident Trump verhängten Zollerhöhungen standzuhalten. Zugleich kritisierte er, dass "Multilateralismus und Freihandel ernsthaft bedroht" seien. China will seine Investitionen in Hightech-Branchen und wissenschaftliche Innovationen verstärken. Zugesichert wird Unterstützung für bahnbrechende Entwicklungen in einer Reihe von Branchen - von Saatgut und Biomedizin bis hin zu KI. Staatsunternehmen wurden aufgefordert, die Nachfrage nach in China hergestellter Technologie wie Halbleitern und Drohnen zu steigern.

Li räumte ein "akutes" Ungleichgewicht zwischen einem starken Angebot und einer schwachen heimischen Nachfrage ein. Risiken würden sich durch einen anhaltenden Abschwung am Immobilienmarkt ergeben, ebenso durch die hohe Verschuldung lokaler Regierungen. Chinas 15. Fünfjahresplan sieht Investitionen in Innovation und industrielle Modernisierung sowie eine "deutliche" – aber nicht näher spezifizierte – Steigerung des privaten Konsums als Anteil der Wirtschaftsleistung vor. Ökonomen kritisieren seit Langem den mauen Konsum.

"Die chinesische Regierung konzentriert sich weiterhin mit aller Kraft darauf, technologische Durchbrüche und Investitionen in Spitzentechnologie voranzutreiben", sagte der Asien-Chefökonom der Großbank HSBC, Fred Neumann. "Dies ist zum Teil durch den Wettbewerb mit den Vereinigten Staaten um die Kontrolle über die Technologien der Zukunft motiviert."

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