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Williams: Fed weiter auf Zinssenkungskurs - Händler rechnen nicht vor Juli damit

ReutersMar 3, 2026 3:55 PM

- Der US-Währungshüter John Williams hält auch nach Ausbruch des Nahost-Krieges Spekulationen auf Zinssenkungen wach. Der Chef der regionalen Notenbank von New York erklärte am Dienstag, die Federal Reserve sei auf Kurs zu weiteren geldpolitischen Lockerungen, sollte sich der Inflationsdruck abschwächen. Er ging jedoch nicht auf die Auswirkungen des Iran-Konflikts auf die Wirtschaft ein. Händler bewerten vor diesem Hintergrund die Aussichten auf eine baldige geldpolitische Lockerung jedoch zusehends skeptischer. Die Chancen auf eine Senkung im Juli werden mittlerweile nur noch auf 55 Prozent taxiert. Die Wahrscheinlichkeit eines weiteren Schritts nach unten im Jahresverlauf wird auf etwa 56 Prozent geschätzt.

Die Geldpolitik sei derzeit gut aufgestellt, um die Stabilisierung des Arbeitsmarktes zu unterstützen und die Inflation wieder auf den Zielwert von 2,0 Prozent zu bringen, sagte Williams. Er fügte an: "Wenn die Inflation den von mir erwarteten Verlauf nimmt, werden weitere Senkungen des Leitzinses letztendlich gerechtfertigt sein, um zu verhindern, dass die Geldpolitik unbeabsichtigt restriktiver wird."

Seine Äußerung fällt in eine unruhige Zeit an den Weltmärkten im Zuge des Nahost-Krieges. Obwohl die US-Wirtschaft deutlich weniger stark von Ölpreisschwankungen betroffen ist als während der Ölkrisen der 1970er-Jahre, birgt der steigende Energiepreis dennoch das Risiko einer anziehenden Inflation. Der Konflikt hat die Energiepreise bereits hochgetrieben. Der Iran hat die Straße von Hormus für geschlossen erklärt - eine Meerenge, die als Nadelöhr des internationalen Ölhandels gilt. Die Ölpreise in den USA sind seit Freitag um mehr als 13 Prozent gestiegen. Das dürfte wiederum den Preisauftrieb verstärken, wobei die Inflation bereits jetzt über dem Zwei-Prozent-Ziel der Fed liegt. Die Fed senkte ihren Leitzins im vergangenen Jahr um 0,75 Prozentpunkte auf die aktuell gültige Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent, um den schwächelnden Arbeitsmarkt zu stützen.

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