Rabobank-Analysten verweisen auf neue US-bezogene Investitionsprojekte im Rahmen des großen Handelsabkommens mit Japan, darunter Infrastruktur für LNG und Öl. Dies sei ein Beleg dafür, dass Washington Partnerkapital gezielt in reale Vermögenswerte in den USA steuern könne – statt lediglich in Aktien oder Anleihen. Der Bericht hebt zudem den Trump–Milei-Pakt mit Argentinien hervor. Dieser setze das Mercosur-Freihandelsabkommen der EU unter Druck und unterstreiche den Vorrang der Donroe-Doktrin gegenüber technokratischen Handelsverträgen.
„In der Geoökonomie haben die USA die ersten drei Projekte im Rahmen des japanischen Handelsabkommens über 550 Milliarden US-Dollar angekündigt. Darunter sind rund 33 Milliarden US-Dollar für ein LNG-betriebenes Kraftwerk, eine Rohölanlage sowie eine Fabrik für synthetische Industriediamanten.“
„Das ist deutlich bedeutender, als es auf den ersten Blick erscheint: Es ist ein Machbarkeitsnachweis dafür, dass die USA ihren Handels- und Sicherheitspartnern vorgeben können, ihr Kapital wieder in den USA zu investieren, anstatt es lediglich in US-Aktien oder -Anleihen zu lenken.“
„Der jüngste Handelspakt zwischen Trump und Milei erhöht den Druck auf die EU, beim Mercosur-Freihandelsabkommen zu handeln, das derzeit nur vorläufig angewendet wird.“
„Das Trump-Abkommen mit Argentinien setzt sich in einigen Bereichen darüber hinweg und untermauert das Argument: Donroe-Doktrin > technokratisches Freihandelsabkommen, wenn es darauf ankommt.“