
Das Global-Research-Team der Standard Chartered erörtert, wie jüngste Fortschritte bei Künstlicher Intelligenz (KI) – darunter Anthropics Claude Opus 4.6 und GPT 5.3-Codex – die kommerzielle Nutzung schneller vorantreiben könnten als frühere Entwicklungswellen, die vor allem den Konsumenten nutzten. Die Bank verweist auf mögliche makroökonomische Auswirkungen auf Arbeitsmärkte, Unternehmensgewinne und das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts, insbesondere in softwareexportierenden Volkswirtschaften wie Irland und Indien.
„In unserem Bericht Does AI dominance underscore US exceptionalism? hatten wir argumentiert, dass die Auswirkungen von KI auf die Produktivität bislang begrenzt waren, da die kommerzielle Nutzung nur langsam vorankam und die meisten Gewinne auf persönlicher Ebene durch einen Anstieg des Konsumentenüberschusses anfielen.“
„Die jüngste Veröffentlichung des neuesten Modells von Anthropic, Claude Opus 4.6, zusammen mit weiteren Aktualisierungen von KI-Modellen, könnte diesen Trend nun grundlegend verändern.“
„Dies schürt zusammen mit anderen neuen KI-Updates wie GPT 5.3-Codex zunehmende Sorgen über die möglichen makroökonomischen Folgen dieser Veröffentlichungen, insbesondere für Arbeitsmärkte und die Ertragslage traditionell dominanter Unternehmen.“
„Während die Veröffentlichung in der Tech-Welt als Meilenstein gefeiert wurde, hat sie zugleich einige Aktienmärkte erschüttert – vor allem jene, die von klassischen Software- und Datenservicewerten geprägt sind (Abbildung 1).“
„Das Modell Opus 4.6 verfügt über neue Plug-ins für den ‚Cowork‘-Assistenten, die es zudem erleichtern, Aufgaben auch in anderen Bereichen wie Recht, Finanzen, Vertrieb, Marketing und Datenanalyse zu automatisieren.“