
Die japanische Premierministerin Sanae Takaichi erklärte am Montag, dass ihre Regierung einen Wechsel zu einer proaktiveren Finanzpolitik anstrebt, einschließlich einer vorübergehenden Aussetzung der Umsatzsteuer auf Lebensmittel. Sie betonte auch die Notwendigkeit, Investitionen zu steigern, und signalisierte Pläne für diplomatische Gespräche mit den Vereinigten Staaten, so Reuters.
In der Zwischenzeit betonte Takaichi, dass die Regierung auf die Emission von Schulden zur Finanzierung der vorgeschlagenen Steuermaßnahmen verzichten und stattdessen alternative Einnahmequellen suchen werde.
Wird bei einem Treffen der Regierungs- und Oppositionsparteien den Zeitplan und die Finanzierung des Plans zur Aussetzung der Umsatzsteuer auf Lebensmittel um zwei Jahre prüfen.
Wird nicht auf die Emission von Schulden zurückgreifen, um die Aussetzung der Umsatzsteuer auf Lebensmittel zu finanzieren.
Wird die Aussetzung der Umsatzsteuer auf Lebensmittel so schnell wie möglich erreichen, indem Einnahmen wie durch nicht steuerliche Einnahmen und Überprüfungen von Subventionen gesichert werden.
Hoffe, nächsten Monat die USA zu besuchen und Gespräche mit US-Präsident Trump zu führen.
Japan muss aus einer übermäßig strengen Finanzpolitik und dem Mangel an Investitionen herausgeholt werden.
Die Regierung muss mutige Schritte unternehmen, um öffentliche und private Investitionen im Krisenmanagement und in modernster Technologie zu fördern.
Eine proaktive Finanzpolitik wird ein Schlüsselbestandteil des politischen Übergangs der Takaichi-Administration sein.
Zum Zeitpunkt der Erstellung zeigte der japanische Yen eine begrenzte unmittelbare Reaktion, während die Investoren die Machbarkeit und die Finanzierungsdetails der vorgeschlagenen Finanzmaßnahmen bewerteten. Das Paar USD/JPY liegt am Tag um 0,41% bei 156,43 im Minus.
Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.