
Der aktuelle Bericht der volkswirtschaftlichen Abteilung der Commerzbank hebt die jüngste Einigung zwischen der Europäischen Kommission und Indien auf ein Freihandelsabkommen hervor. Das Abkommen dürfte der deutschen Wirtschaft spürbare Vorteile bringen, da der Handel mit Indien bislang vergleichsweise gering ist. Ziel der Vereinbarung ist es, die hohen indischen Zölle zu senken und damit die Handelsbeziehungen sowie das wirtschaftliche Wachstum beider Seiten zu stärken.
„Wie aus einer Pressemitteilung der Europäischen Kommission hervorgeht, haben sich die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union und Indiens auf ein umfassendes Freihandelsabkommen geeinigt. Rechtsverbindlich wird es jedoch erst nach einem Ratifizierungsprozess sowohl auf europäischer als auch auf indischer Seite.“
„Mit einem Freihandelsabkommen zwischen der EU und Indien dürfte der Handel zwischen Deutschland und Indien deutlich zunehmen. Dies liegt vor allem daran, dass Indien derzeit sehr hohe Zölle erhebt, mit einem ungewichteten durchschnittlichen Zollsatz von 15 Prozent.“
„Während das Handelsabkommen mit den Mercosur-Staaten auf erheblichen politischen Widerstand gestoßen ist und bislang noch nicht einmal vorläufig in Kraft getreten ist, könnte das Abkommen mit Indien schneller umgesetzt werden.“