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DAVOS-IWF-Chefin: "Wachstum ist nicht stark genug"

ReutersJan 23, 2026 11:16 AM

- IWF-Chefin Kristalina Georgiewa ruft zu verstärkten globalen Wachstumsanstrengungen auf. Sie sagte auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos am Freitag, der Internationale Währungsfonds habe zwar seine Prognose für das globale Wirtschaftswachstum im laufenden Jahr auf 3,3 von 3,1 Prozent hochgeschraubt. Doch wenn diese Aufwärtskorrektur nun als "schöne Geschichte" gefeiert werde, müsse sie antworten: "Schön, aber nicht genug." Es gelte, sich nicht in Selbzufriedenheit zurückzulehnen: "Das Wachstum ist nicht stark genug", betonte sie auf dem Forum. Dies gelte auch angesichts der zum Teil hohen Verschuldung vieler Staaten, die ihnen wie ein Mühlstein um den Hals hänge.

Die Staatsverschuldung weltweit steuere auf 100 Prozent des globalen BIP zu und zugleich sei das Wirtschaftswachstum nicht kräftig genug: "Da haben wir ein Problem", sagte Georgiewa. Man müsse auch den Staaten mehr Aufmerksamkeit schenken, die in der globalen Wirtschaft zurückfielen.

Der IWF rechnet trotz der neuen Spannungen im Handel mit einem stabilen Wachstum der Weltwirtschaft. Das Wachstum dürfte - wie in den beiden Jahren zuvor - 2026 bei 3,3 Prozent liegen. 2027 dürften es dann 3,2 Prozent sein. Im langfristigen Vergleich sind die Schätzungen eher niedrig. Wachstumstreiber sind neben China und Indien auch die USA, wo sehr viel Geld in die Entwicklung von Künstlicher Intelligenz (KI) fließt.

Die Weltbank rechnet nur mit 2,6 Prozent Wirtschaftswachstum. Gleichzeitig warnte die Organisation jüngst, das Wachstum sei insgesamt zu schwach, um extreme Armut zu bekämpfen, und zu stark auf die Industriestaaten konzentriert. Für 2025 und 2027 geht die Weltbank jeweils von 2,7 Prozent Wachstum aus.

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