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US-Wirtschaft etwas besser in Form als gedacht: Wachstum von 4,4%

ReutersJan 22, 2026 1:59 PM

- Die US-Wirtschaft ist im dritten Quartal dank kauffreudiger Verbraucher und steigender Exporte so stark gewachsen wie seit zwei Jahren nicht mehr. Das Bruttoinlandsprodukt legte von Juli bis September auf das Jahr hochgerechnet um 4,4 Prozent zu, wie das Handelsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Eine frühere Schätzung Ende Dezember hatte ein Plus von 4,3 Prozent ergeben. Im zweiten Quartal hatte es zu einem Wachstum von 3,8 Prozent gereicht.

Die Bekanntgabe der Daten verzögerte sich: Da im Herbst wegen des Haushaltsstreits die Regierungsgeschäfte für 43 Tage weitgehend ruhten ("Shutdown"), erfolgte die Veröffentlichung später als üblich. Der Shutdown dürfte die Wirtschaft im vierten Quartal belastet haben, sagten Ökonomen.

Die Konsumausgaben der privaten Haushalte sind im Sommerquartal um kräftige 3,5 Prozent gewachsen, obwohl eine Inflationsrate um die Marke von drei Prozent an der Kaufkraft der Amerikaner nagte. Dazu trug ein Sondereffekt bei: Da die Steuergutschriften für den Kauf von E-Autos am 30. September ausliefen, gab es nochmal einen Ansturm. Die von US-Präsident Donald Trump erhobenen hohen Zölle sorgten zudem dafür, dass weniger Waren importiert wurden, was zusammen mit kräftig wachsenden Exporten ebenfalls das Wachstum stützte. Zudem haben die Unternehmen investiert - nicht zuletzt wegen des Booms von Künstlicher Intelligenz.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat in dieser Woche seine Wachstumsprognose für die US-Wirtschaft für 2026 von 2,1 auf 2,4 Prozent angehoben.

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