
Das britische Pfund Sterling (GBP) zeigt sich zum Dollar schwächer und bleibt damit hinter den meisten G10-Währungen zurück. Anleger verarbeiten derzeit uneinheitliche britische Inflationsdaten sowie eine leichte Neubewertung der Zinssenkungserwartungen an die Bank of England, berichten die Devisenstrategen Shaun Osborne und Eric Theoret von Scotiabank.
„Das Pfund ist schwach, liegt 0,3 Prozent gegenüber dem US-Dollar im Minus und entwickelt sich schlechter als alle G10-Währungen mit Ausnahme des Schweizer Franken.“
„Die binnenwirtschaftlichen Risiken bleiben erhöht, und die Märkte verdauen die gemischten Verbraucherpreisdaten. Diese brachten eine leichte Überraschung bei der Gesamtinflation (3,4 Prozent im Jahresvergleich gegenüber erwarteten 3,3 Prozent) und zugleich eine leichte Enttäuschung bei der Kerninflation (3,2 Prozent gegenüber erwarteten 3,3 Prozent). Die Veröffentlichung hat zu einer moderaten Abschwächung der Zinserwartungen an die Bank of England geführt und einen Teil der zuletzt ausgepreisten Lockerung wieder eingepreist.“
„Die Zinsdifferenzen zwischen Großbritannien und den USA bleiben schwach. Zudem beobachten wir – ähnlich wie beim Euro – eine klare Divergenz zwischen belastenden Fundamentaldaten in Form der Spreads und einer positiven Marktstimmung. Auffällig ist der Anstieg bei den Risk Reversals, der auf eine deutliche Verringerung der Prämie für Absicherungen gegen eine weitere Schwäche des Pfunds hindeutet.“