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Bundesregierung überprüft Handel mit Iran - Sanktionsdruck soll steigen

ReutersJan 14, 2026 1:39 PM

- Die Bundesregierung will angesichts der Entwicklung im Iran und der Drohungen der USA überprüfen, welche Firmen noch mit dem Land Handel treiben. "Die Bundesregierung wird diese Handelsvolumina nochmal genauer anschauen", sagte Regierungssprecher Stefan Kornelius am Mittwoch in Berlin. Man wolle sich anschauen, welche Güter betroffen seien. "Gleichzeitig findet diese Prüfung auch statt unter der Frage, inwieweit wir selbst durch wachsende Sanktionsmaßnahmen den Druck auch erhöhen können", betonte er. Es liege noch kein abschließendes Ergebnis vor.

Eine Sprecherin des Wirtschaftsministeriums sagte, dass das deutsch-iranische Handelsvolumen im Jahr 2024 noch 1,5 Milliarden Euro betragen habe. Bereits damals hatte der Iran als Handelspartner auf Platz 79 zwischen Kuwait und den Cayman-Inseln gelegen, "also sehr weit hinten". Von Januar bis November 2025 sanken die Exporte in die Islamische Republik dann nach Angaben des Statistischen Bundesamts weiter um 25,0 Prozent auf nur noch knapp 871 Millionen Euro. Das entspricht einem Anteil von unter 0,1 Prozent an den gesamten deutschen Ausfuhren.

US-Präsident Donald Trump droht aber allen Handelspartnern des Iran mit Strafzöllen. "Mit sofortiger Wirkung wird jedes Land, das Geschäfte mit der Islamischen Republik Iran macht, einen Zoll von 25 Prozent auf den gesamten Handel mit den Vereinigten Staaten von Amerika zahlen", hatte Trump auf seiner Plattform Truth Social geschrieben. Allerdings wurden nicht alle Ankündigungen des US-Präsidenten in der Vergangenheit auch umgesetzt.

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