tradingkey.logo

Erneut unklare Signale aus dem Weißen Haus zur Fed-Chef-Besetzung

ReutersJan 8, 2026 8:34 PM

- Aus der US-Regierung kommen erneut unklare Signale zur Neubesetzung des Chefs der US-Notebank Fed. US-Präsident Donald Trump sagte der "New York Times" am Donnerstag, er habe seine Entscheidung getroffen. Allerdings habe er noch mit niemandem darüber gesprochen. Finanzminister Scott Bessent sagte hingegen, einer der Kandidaten, der Investmentmanager Rick Rieder vom Vermögensverwalter BlackRockBLK.N, sei von Trump bislang noch nicht einmal interviewt worden.

Rieder ist einer von vier Kandidaten, die nach früheren Angaben für die Nachfolge des Fed-Chefs Jerome Powell in Frage kommen, dessen Amtszeit im Mai ausläuft. Die drei anderen sind der Wirtschaftsberater des Weißen Hauses, Kevin Hassett, Fed-Gouverneur Christopher Waller und der ehemalige Fed-Gouverneur Kevin Warsh. Diese drei wurden den Angaben zufolge bereits von Trump interviewt.

Bessent sagte am Donnerstag vor dem Economic Club of Minnesota, Rieder sei der einzige Kandidat, der noch keine Erfahrung mit der Fed habe. Auf die Frage, ob dies ein Vorteil sei, antwortete er: "Nun, der Präsident wird entscheiden." Bessent fügte hinzu, er erwarte, dass Trump bald eine Entscheidung treffen werde - vielleicht kurz vor seiner Reise zum Weltwirtschaftsforum, das vom 19. bis 23. Januar in Davos stattfindet, oder gleich danach.

Trump hat sich zu der Nachfolge schon oft und auch widersprüchlich geäußert. So hatte er Mitte Dezember gesagt, er ziehe entweder Warsh oder Hassett in Betracht. Später dann hatte er erklärt, es seien noch drei oder vier Kandidaten im Rennen. Trump hat auch erklärt, dass der neue Fed-Chef seinen Vorstellungen folgen muss. Er wolle, dass der Neue die Zinsen senke, wenn es dem Markt gut gehe, hatte Trump auf seiner Plattform Truth Social geschrieben. Die Inflation werde sich selber regeln. Die USA sollten durch Erfolg nicht nach unten gezogen werden. "Jeder, der mir dabei widerspricht, wird niemals Fed-Vorsitzender sein", schrieb Trump. Eigentlich agiert die US-Notenbank politisch unabhängig.

Trump hat den scheidenden Fed-Chef Powell wiederholt scharf angegriffen, seinen Rauswurf in den Raum gestellt und zu sehr deutlichen Zinssenkungen aufgefordert - was Powell in dieser Form aber nicht tat.

Haftungsausschluss: Die auf dieser Website bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich Bildungs- und Informationszwecken und stellen keine Finanz- oder Anlageberatung dar

Verwandte Artikel

Tradingkey
KeyAI