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Bürgerrechtler: Mindestens 16 Tote bei Protesten im Iran

ReutersJan 4, 2026 12:12 PM

- Bei den seit einer Woche andauernden Unruhen im Iran sind nach Angaben von Bürgerrechtlern bislang mindestens 16 Menschen getötet worden. 582 Personen seien zudem festgenommen worden, teilte das Aktivisten-Netzwerk HRANA am Sonntag mit. Die kurdische Menschenrechtsgruppe Hengaw sprach sogar von mindestens 17 Toten seit Beginn der Proteste, die sich an der prekären Wirtschaftslage und der hohen Inflation entzündet haben. Unabhängig ließen sich die Zahlen nicht überprüfen. Die Demonstrationen haben inzwischen zahlreiche Städte erfasst, wiederholt kam es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Teilnehmern und Sicherheitskräften.

US-Präsident Donald Trump hat dem Iran mit einem Eingreifen bei einem gewaltsamen Vorgehen gegen friedliche Demonstranten gedroht. Er nannte aber keine konkreten Maßnahmen. Hochrangige iranische Vertreter reagierten, indem sie mit Vergeltung gegen US-Streitkräfte in der Region drohten. Der oberste Führer des Iran, Ajatollah Ali Chamenei, erklärte, sein Land werde sich "dem Feind" nicht beugen.

Auf die Proteste reagierten die Behörden mit einem zweigleisigen Ansatz: Sie räumten eine Wirtschaftskrise ein und boten einen Dialog mit den Demonstranten an, während sie gegen gewaltsamere Proteste mit Gewalt vorgingen. Chamenei äußerte am Samstag zwar Verständnis für die Demonstrationen, "Randalierer" sollten jedoch in ihre Schranken verwiesen werden.

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