
Der Silberpreis schießt derzeit rasant nach oben. Am Vortag erreichte der Preis mit 64,3 US-Dollar je Feinunze ein neues Rekordhoch, wie der Rohstoffanalyst der Commerzbank, Carsten Fritsch, feststellt.
„Seit Beginn der Woche ist der Preis um fast 10 Prozent gestiegen, in den vergangenen drei Wochen sogar um 27 Prozent. Der Anstieg seit Jahresanfang beläuft sich inzwischen auf 120 Prozent. Damit ist Silber auf dem Weg zu seinem stärksten Jahresgewinn seit 1979. Das Gold/Silber-Verhältnis fiel gestern unter 67 und erreichte damit den niedrigsten Stand seit Juni 2021. Es liegt damit nur noch leicht über dem Durchschnitt der vergangenen 50 Jahre.“
„Getrieben wird der Anstieg durch eine Kombination aus angespannten Marktbedingungen, die sich in niedrigen Lagerbeständen in China sowie einem Rückgang der Silberbestände an der Comex widerspiegeln, auch wenn diese weiterhin höher liegen als zu Jahresbeginn. Zudem haben die Käufe von ETFs zuletzt wieder zugenommen, was sich in einem von Bloomberg erfassten Anstieg der Silber-ETF-Bestände um 1.145 Tonnen innerhalb eines Monats zeigt.“
„Allerdings hat der Preisanstieg inzwischen überzogene Züge angenommen, was zur Vorsicht mahnt. Auf längere Sicht bleiben die fundamentalen Aussichten für Silber jedoch positiv. In dieser Woche veröffentlichte das Silver Institute einen Bericht zur industriellen Silbernachfrage, der für die kommenden Jahre einen kräftigen Anstieg des Silberbedarfs in den Bereichen Photovoltaik, Elektromobilität sowie Rechenzentren und künstliche Intelligenz prognostiziert.“