Pariser Staatsanwaltschaft leitet Ermittlungen gegen Musk und X ein
Paris, 07. Mai (Reuters) - Die Pariser Staatsanwaltschaft hat ein Ermittlungsverfahren gegen den Kurznachrichtendienst X von Elon Musk eingeleitet. Dies teilte die Behörde am Donnerstag mit. Der Schritt folgt auf das Nichterscheinen des Tech-Milliardärs zu einer Vorladung am 20. April. Nun übernehmen Ermittlungsrichter den Fall. Die Staatsanwaltschaft beantragte, gegen die Firmen X.AI Holdings Corp, X Corp und xAI sowie gegen Musk selbst und die ehemalige X-Chefin Linda Yaccarino ein förmliches Verfahren zu eröffnen. Dazu sollen die Betroffenen erneut vorgeladen werden. Sollten sie nicht erscheinen, könnten die Richter einen Haftbefehl erlassen. Stellungnahmen von Musk, X oder deren Anwälten lagen zunächst nicht vor.
In dem Verfahren geht es um den mutmaßlichen Missbrauch von Algorithmen und betrügerische Datennutzung. In den vergangenen Monaten wurden die Ermittlungen ausgeweitet. Dabei prüfen die Behörden auch den Verdacht der Beihilfe zur Verbreitung von Kinderpornografie sowie die Erstellung sexueller Deepfakes durch das KI-Programm Grok.
Der Fall belastet die Beziehungen zwischen den USA und Europa im Hinblick auf die Regulierung großer Technologiekonzerne. Musk hatte die Vorwürfe im Juli zurückgewiesen. Er bezeichnete das Vorgehen der französischen Justiz damals als politisch motivierte strafrechtliche Untersuchung.
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