IOC hebt Sanktionen gegen belarussische Sportler auf
Lusanne, 07. Mai (Reuters) - Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat am Donnerstag alle Sanktionen gegen belarussische Athleten aufgehoben und damit den Weg für deren Rückkehr zu internationalen Wettbewerben geebnet. Dies schließe auch die Qualifikationswettkämpfe für die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles ein, teilte das IOC mit. Belarussische Sportler können damit wieder unter eigener Flagge und mit eigener Hymne antreten, auch in Mannschaftssportarten. Für russische Athleten gelten die Einschränkungen jedoch weiterhin.
Der Leichtathletik-Weltverband (World Athletics) kündigte jedoch an, seine Sanktionen gegen belarussische und russische Athleten beizubehalten. Man werde die Entscheidung erst überprüfen, wenn es "greifbare Bewegung in Richtung Friedensverhandlungen" gebe, sagte ein Sprecher. Das IOC hatte nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine im Jahr 2022 empfohlen, Sportler und Funktionäre aus Russland und Belarus von Wettbewerben auszuschließen. Belarus diente damals als Aufmarschgebiet für die Invasion.
Für russische Athleten bleibt die Lage unverändert. Das IOC verwies auf eine laufende Prüfung des Russischen Olympischen Komitees (ROC) sowie auf Bedenken wegen des russischen Anti-Doping-Systems. Das ROC war im Oktober 2023 suspendiert worden, weil es die regionalen Sportverbände der von Russland besetzten ukrainischen Gebiete Luhansk, Donezk, Cherson und Saporischschja anerkannt hatte. IOC-Präsidentin Kirsty Coventry sagte, es gebe konstruktive Gespräche mit dem ROC, aber noch offene Fragen. Einen Zeitplan für eine mögliche uneingeschränkte Rückkehr russischer Sportler gebe es nicht.
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