Bundesregierung hofft noch auf Verständigung zu neuen US-Autozöllen
Berlin, 06. Mai (Reuters) - Die Bundesregierung hofft auf eine Verständigung mit den USA zu den angedrohten Autozöllen. Sie sei dazu in intensiven Gesprächen mit der US-Seite, sagte Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) am Mittwoch am Rande von Beratungen der sieben führenden Industrienationen (G7) in Paris. Die Branche sei von großer Bedeutung für Deutschland. "Und ich bin guter Hoffnung, dass wir auch diese Herausforderung gut miteinander gelöst bekommen."
US-Präsident Donald Trump hatte am vergangenen Freitag eine Anhebung der Zölle auf Autos und Lkw aus der EU von 15 auf 25 Prozent angekündigt. Die Europäische Union halte das vereinbarte Handelsabkommen mit den USA nicht ein, so Trump zur Begründung. Wann genau die neuen Zölle in Kraft treten sollen, ist noch unklar.
Der BMW-Aufsichtsratsvorsitzende Nicolas Peter sieht auch die Europäische Union in der Verantwortung. "Die EU muss endlich ihren Teil der Abmachungen umsetzen", sagte er der Wochenzeitung "Die Zeit". Beide Seiten sollten das Handelsabkommen, das den USA deutlich mehr Vorteile einbringt, schnellstmöglich ratifizieren.
In Brüssel sind dazu am Mittwoch Verhandlungen geplant. Bundeskanzler Friedrich Merz hatte am Dienstagabend gesagt, eine schnelle Verständigung wäre wünschenswert. Es brauche Planungssicherheit für Unternehmen.
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