KORRIGIERT-Audi-Finanzchef: Zollerhöhung in USA wäre signifikante Belastung
Berlin, 05. Mai (Reuters) - Der Ingolstädter Autobauer AudiVOWG.DE will ungeachtet der jüngsten Zolldrohungen von Donald Trump mit einem großen SUV in den USA Boden gut machen. Finanzchef Jürgen Rittersberger sagte am Dienstag, der Q9, der im Werk im slowakischen Bratislava gebaut wird, werde wie geplant im Sommer am US-Markt eingeführt. Sollten die Zölle für europäische Fahrzeuge in den USA auf 25 Prozent erhöht werden, wäre das eine signifikante Belastung für Audi, räumte Rittersberger ein. Allerdings seien die neuen Abgaben bislang noch nicht bestätigt.
Die Volkswagen-Tochter ist besonders von den US-Zöllen betroffen, weil sie bislang nicht über eine Fertigung in den USA verfügt, sondern die Autos aus Europa und Mexiko importiert. Eine eigene US-Fertigung ist seit Jahren im Gespräch. Derzeit prüfe Audi gemeinsam mit VW verschiedene Optionen, sagte Rittersberger. "Ohne dass wir eine Unterstützung von politischer Seite bekommen in Form von Subventionen oder Zollerleichterungen oder ähnlichem, wird es schwierig."
Im ersten Quartal schrumpfte der Umsatz bei Audi auf 14,2 Milliarden Euro von 15,4 Milliarden vor Jahresfrist. Der Gewinn vor Steuern verringerte sich um 39 Millionen auf 763 Millionen Euro. Dabei spielte auch das schwächelnde China-Geschäft eine Rolle, wo Audi im ersten Quartal zwölf Prozent weniger Autos verkauft hatte. Operativ lag die Umsatzrendite bei 4,2 Prozent. Für das Gesamtjahr hat sich Audi hier einen Wert von sechs bis acht Prozent vorgenommen. Rittersberger verwies darauf, dass 2025 eine Reihe von Einmaleffekten angefallen sei, die dieses Jahr wegfielen.
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