Schwarz-Gruppe steigt bei Quantencomputer-Startup eleQtron ein
Frankfurt, 05. Mai (Reuters) - Die Schwarz-Gruppe investiert in die Zukunftstechnologie Quantencomputer. Die IT-Sparte des Handelskonzerns, zu dem der Discounter Lidl gehört, führe die aktuelle Finanzierungsrunde bei eleQtron an, teilte das Startup am Dienstag mit. Insgesamt stellten Geldgeber 57 Millionen Euro zur Verfügung, um den Ausbau der Fertigungskapazitäten und die Weiterentwicklung der Produkte zu finanzieren. Das aktuelle Auftragsvolumen bezifferte eleQtron auf 54 Millionen Euro.
Quantencomputer arbeiten nach völlig anderen Prinzipien als klassische Rechner. Sie können daher bestimmte Aufgaben um ein Vielfaches schneller erledigen. Ihre Stärken spielen sie bei Simulationen, bei der Optimierung von Abläufen oder bei Künstlicher Intelligenz (KI) aus. Der Unternehmensberatung McKinsey zufolge hält diese Technologie allmählich in der Wirtschaft Einzug. "2026 ist das Jahr, in dem Quantencomputing vom Technologieversprechen zur strategischen Managementfrage wird." Unternehmen investierten inzwischen verstärkt in konkrete Anwendungen statt in Pilotprojekte. Europäische Quantencomputer-Spezialisten seien mit ihren Angeboten für reale Geschäftsabläufe weltweit führend.
Der neue eleQtron-Investor Schwarz Digits ist unter anderem Cloud-Anbieter. Er baut derzeit für elf Milliarden Euro ein KI-Rechenzentrum im brandenburgischen Lübbenau. Daneben ist die IT-Tochter der Schwarz-Gruppe als Technologieinvestor aktiv. Sie gehört zu den Anteilseignern von Aleph Alpha und will im Zuge der Übernahme des deutschen KI-Startups durch Cohere 600 Millionen Dollar in den kanadischen Wettbewerber investieren.
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