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WDHLG-Merz: Thema Truppenreduzierung der USA aus Deutschland ist nicht neu

ReutersMay 4, 2026 4:15 AM
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- Bundeskanzler Friedrich Merz hat den angekündigten Abzug von mehr als 5000 US-Soldaten aus Deutschland heruntergespielt. "Es wird vielleicht ein bisschen zugespitzt, aber neu ist es nicht", sagte der CDU-Politiker am Sonntag bei der Aufzeichnung der ARD-Sendung Caren Miosga nach Angaben des Senders. Es handele sich um ein Kontingent, das der frühere US-Präsident Joe Biden auf Zeit stationiert habe und über dessen Abzug seit längerer Zeit gesprochen worden sei.

Einen direkten Zusammenhang mit seinem Streit mit US-Präsident Donald Trump über den Iran-Krieg bestritt Merz: "Es gibt keinen Zusammenhang." An der nuklearen Teilhabe der USA gebe es "überhaupt keine Abstriche", sagte der Kanzler. "Es gibt keine Einschränkung der amerikanischen Zusage der nuklearen Abschreckung des NATO-Gebietes. Da gibt es auch an keiner Stelle

Zweifel."

Zu seinem Verhältnis mit Trump sagte Merz, er müsse akzeptieren, dass der US-Präsident eine andere Meinung habe. "Aber das ändert nichts daran, dass meine Überzeugung bleibt, dass die Amerikaner für uns die wichtigsten Partner im Nordatlantischen Bündnis sind." Der Kanzler bekräftigte zugleich seine Kritik an der US-Iran-Strategie und verteidigte den Satz, wonach der Iran die USA "gedemütigt" habe.

Er habe Trump klar gesagt: "Wenn du willst, dass wir dir bei einem solchen Konflikt helfen, dann ruf uns vorher an." Er gebe die Arbeit am transatlantischen Verhältnis nicht auf, betonte Merz: "Ich gebe auch die Zusammenarbeit mit Donald Trump nicht auf."

Die USA wollen nach Angaben von Trump mehr Soldaten aus Deutschland abziehen als zunächst angekündigt. "Wir werden massiv abbauen, und wir bauen weit mehr als 5000 ab", sagte Trump am Samstag in Florida zu Journalisten. Deutschland ist derzeit mit gut 39.000 US-Soldaten der größte Stützpunkt des US-Militärs in Europa und dient als wichtiges Ausbildungszentrum. Am Freitag war nur von einem Abzug von 5000 Soldaten binnen sechs bis zwölf Monaten die Rede gewesen. Nach bisherigen US-Angaben soll ein in Deutschland stationiertes Brigade-Kampfteam aus Deutschland abgezogen werden, und ein Bataillon für die Stationierung von Tomahawk-Marschflugkörpern nicht mehr entsandt werden.

Merz bestätigte in der ARD, dass die Biden früher zugesagten Tomahawk-Marschflugkörper aus den USA zumindest vorerst nicht nach Deutschland geliefert würden. "Die Amerikaner haben zurzeit selbst nicht genug", sagte Merz. "Objektiv gibt es aus den USA heraus kaum eine Möglichkeit, Waffensysteme dieser Art abzugeben." Zugleich betonte der Kanzler: "Der Zug ist nicht

abgefahren."

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