SPD-Politikerin nennt Teilabzug von US-Truppen "strategielos"
02. Mai (Reuters) - Die SPD hat die Ankündigung der Regierung von US-Präsident Donald Trump eines Teilabzugs von Truppen aus Deutschland scharf kritisiert. "Die Präsenz der US-Truppen in Deutschland dient unserem sicherheitspolitischen Interesse, aber auch dem der USA - sie profitieren davon erheblich. Vor diesem Hintergrund sind Trumps Drohungen erratisch und die Ankündigung des Teilabzugs strategielos", sagte die SPD-Verteidigungsexpertin Siemtje Möller der "Welt am Sonntag".
Die USA seien auf die Stationierung ihrer Truppen in Deutschland und auf die Partnerschaft angewiesen. "Bedauerlicherweise zeigt sich, dass die europäische Sicherheit und die Stabilität des Nato-Bündnisses zunehmend der Willkür des US-Präsidenten ausgesetzt sind", sagte Möller. "Für uns Europäerinnen und Europäer heißt es nun, noch schneller und stärker in unsere Sicherheitsarchitektur zu investieren."
Die USA haben den Abzug von 5000 Soldaten aus Deutschland angekündigt und damit die Kluft zu den Nato-Ländern in Europa vertieft. Der Abzug solle binnen sechs bis zwölf Monaten abgeschlossen sein, hatte das Pentagonangekündigt. Deutschland ist mit mehr als 35.000 aktiven Soldaten der größte Stützpunkt des US-Militärs in Europa.
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