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CDU-Politiker Hardt zu US-Truppenabzug: Hoffe auf Korrektur der Entscheidung

ReutersMay 2, 2026 7:59 AM
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- Der CDU-Außenpolitiker Jürgen Hardt hofft auf eine Korrektur der US-Entscheidung zum Abzug von US-Soldaten. "Die Entscheidung des US-Verteidigungsministers ist bedauerlich", sagte der außenpolitische Sprecher der Union der Nachrichtenagentur Reuters am Samstag. "Zwar ist die Zahl für sich nicht dramatisch und wir kennen noch keine Einzelheiten, doch der gewählte Weg und die Begründung schwächen unsere über Jahrzehnte glaubwürdig aufgebaute konventionelle Abschreckung." Er verwies darauf, dass das US-Oberkommando Europa in Stuttgart, der Luftwaffenstützpunkt Ramstein, die Krankenhäuser in Weilheim und Landstuhl und "die hervorragenden Arbeitsmöglichkeiten etwa in Bayern" den USA ermöglichten, in Europa, Nordafrika und dem Nahen Osten gemeinsame Interessen durchzusetzen.

Hardt verwies auf den US-Kongress, dem diese Truppenpräsenz wichtig sei. "Hoffentlich stellt sich die Entscheidung im Lauf der nächsten Monate als reversibel heraus", sagte er. Es gelte nun, die Wogen zu glätten. "Das ist eine Aufgabe für die gesamte deutsche Politik, nicht nur für den Bundeskanzler. Merz und Wadephul sind nicht alleinverantwortlich für die Beziehungen zu unserem wichtigsten Verbündeten außerhalb Europas", betonte der CDU-Politiker.

Der CDU-Außenpolitiker Peter Beyer sprach auch mit Hinweis auf die neuen US-Zölle von einer neuen Belastung für das transatlantische Verhältnis. "Gleichzeitig wird deutlich: Präsident Trump steht innen- wie außenpolitisch massiv unter Druck", sagte Beyer zu Reuters. Er verwies auf ungelöste Krisen in der Ukraine, Venezuela und im Nahen Osten sowie auf schwache Zustimmungswerte und schlechte Prognosen für die Republikaner bei den sogenannten Midterm-Wahlen im November. "Vor diesem Hintergrund wirken sowohl der Truppenabzug als auch die Zollpolitik weniger wie Ausdruck einer kohärenten Strategie, sondern vielmehr wie politischer Reflex und Frustreaktion."

Allerdings sei eine Reduzierung von US-Truppen in Europa Teil einer längerfristigen strategischen Neujustierung amerikanischer Sicherheitspolitik. "Mehrere US-Präsidenten, nicht nur Trump, hatten mit verschiedenen Begründungen eine Verlegung von US-Soldaten aus Europa erwogen." Man müsse darauf mit Besonnenheit statt Eskalation reagieren.

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