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AWS-Rechenzentren in Arabischen Emiraten fallen längerfristig aus

ReutersApr 30, 2026 9:11 AM
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- Durch die Kämpfe im Nahen Osten sind mehrere Rechenzentren des weltgrößten Cloud-Anbieters AmazonAMZN.O Web Services (AWS) in der Region schwer beschädigt worden. Anlagen in Bahrain und den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) stünden Kunden derzeit nicht zur Verfügung, teilte die Tochter des Onlinehändlers Amazon am Donnerstag mit. Die Reparaturarbeiten würden voraussichtlich Monate dauern.

Unklar blieb zunächst, ob die Rechenzentren von Drohnen angegriffen oder bei Militärschlägen auf benachbarte Ziele in Mitleidenschaft gezogen wurden. Eine entsprechende Anfrage beantwortete AWS nicht. Auch konnte die Nachrichtenagentur Reuters den Umfang der Schäden zunächst nicht ermitteln.

Anfang März hatten iranische Drohnen zwei AWS-Anlagen in den VAE getroffen. Ein weiteres Rechenzentrum in Bahrain wurde durch eine Explosion in unmittelbarer Nähe beschädigt. Der Cloud-Anbieter hatte seinen Kunden damals empfohlen, Sicherheitskopien von kritischen Daten anzulegen und auf AWS-Server in anderen Regionen auszuweichen. Die Regierung in Teheran attackiert als Vergeltung für Angriffe der USA und Israels immer wieder Ziele in arabischen Nachbarstaaten, die mit den USA verbündet sind.

AWS ist der Wachstumstreiber für Amazon. Die Cloud-Tochter steigerte ihren Umsatz im ersten Quartal um 28 Prozent, während das Plus des Gesamtkonzerns bei 17 Prozent lag. Amazon-Chef Andy Jassy traut AWS bis 2035 einen Umsatz von 600 Milliarden Dollar zu, doppelt so viel wie bisher. Im vergangenen Jahr lagen die Erlöse der Sparte bei knapp 129 Milliarden Dollar. Das waren weniger als 20 Prozent des Konzernumsatzes. Gleichzeitig steuerte sie mit 45,6 Milliarden Dollar mehr als die Hälfte zum operativen Gesamtgewinn bei.

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