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Iran richtet laut UN seit Kriegsbeginn 21 Menschen hin

ReutersApr 29, 2026 11:32 PM
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- Der Iran hat seit Beginn des Krieges mit den USA und Israel vor zwei Monaten mindestens 21 Menschen hingerichtet und mehr als 4.000 Personen wegen Vorwürfen der Gefährdung der nationalen Sicherheit festgenommen. Das teilte UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk am Mittwoch mit. Mindestens neun Menschen seien im Zusammenhang mit Protesten im Januar exekutiert worden, zehn wegen angeblicher Mitgliedschaft in Oppositionsgruppen und zwei wegen Spionagevorwürfen. "Ich bin entsetzt, dass die Rechte des iranischen Volkes zusätzlich zu den ohnehin schweren Auswirkungen des Konflikts weiterhin auf harsche und brutale Weise von den Behörden beschnitten werden", erklärte Türk. Er forderte die iranischen Behörden auf, alle weiteren Hinrichtungen zu stoppen und willkürlich Inhaftierte freizulassen.

Bei regierungsfeindlichen Protesten im Januar töteten die iranischen Behörden Tausende Menschen - es waren die schwersten innenpolitischen Unruhen seit der Islamischen Revolution 1979. Nach Angaben der in Norwegen ansässigen Organisation Iran Human Rights wurden insgesamt mindestens 3.646 Menschen festgenommen, davon mindestens 767 nach Beginn eines Waffenstillstands am 8. April. Viele der Inhaftierten seien verschwunden, gefoltert oder anderweitig misshandelt worden, sagte Türk. Unter den Gefangenen befinde sich auch die Menschenrechtsanwältin Nasrin Sotudeh. Der Gesundheitszustand der Friedensnobelpreisträgerin Narges Mohammadi habe sich nach einem Herzinfarkt verschlechtert. Im Chabahar-Gefängnis im Südosten des Iran hätten Sicherheitskräfte mindestens fünf Menschen getötet, als diese gegen ausbleibende Essenslieferungen protestiert hätten.

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