IG Metall fühlt sich bei Verkauf von TK Elevator übergangen
München, 29. Apr (Reuters) - Die Arbeitnehmervertreter der Düsseldorfer TK Elevator fühlen sich beim Verkauf des Aufzugherstellers an den finnischen Rivalen KoneKNEBV.HE übergangen. Der nordrhein-westfälische IG-Metall-Bezirksleiter Knut Giesler, der auch stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender von TK Elevator (TKE) ist, erklärte am Mittwoch, er nehme die Ankündigung "mit sehr großer Verärgerung zur Kenntnis". Es sei "ungeheuerlich", dass der Aufsichtsrat und die Mitbestimmungsgremien über die Pläne vorab nicht informiert worden seien. "Wir weisen darauf hin, dass wir in dieser Ankündigung einen Angriff auf die Mitbestimmung und die Beschäftigten in Deutschland, Europa und global sehen. Darauf wird es auch entsprechende Reaktionen geben", sagte Giesler.
Das Vorgehen führe auch die Verhandlungen über einen neuen Tarifvertrag mit Blick auf den geplanten Börsengang ad absurdum. Giesler forderte die Eigentümer von TK Elevator, die Finanzinvestoren Advent und CinvenCINV.UL auf, in den nächsten sieben Tagen auf einer außerordentlichen Aufsichtsratssitzung über den weiteren Prozess zu informieren. Bei TK Elevator, für die weltweit 50.000 Menschen arbeiten, drohen nach einer Übernahme durch Kone Einschnitte. Der finnische Konzern will 700 Millionen Euro einsparen, geführt werden soll das fusionierte Unternehmen aus Finnland. Die Düsseldorfer TKE-Zentrale dürfte damit überflüssig werden.
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