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EU wirft Meta mangelhaften Kinderschutz vor

ReutersApr 29, 2026 8:11 AM
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- Die EU-Kommission wirft dem US-Internetkonzern MetaMETA.O vor, Kinder auf seinen Plattformen Facebook und Instagram nicht ausreichend zu schützen. Die Netzwerke täten zu wenig, um Kinder unter 13 Jahren von der Nutzung auszuschließen, teilte die Brüsseler Behörde am Mittwoch mit. Die Maßnahmen zur Identifizierung und Sperrung minderjähriger Nutzer seien unzureichend. Damit verstoße das Unternehmen gegen europäische Vorschriften.

Nach Angaben der EU-Kommission nutzen in Europa zehn bis zwölf Prozent der Kinder unter 13 Jahren die beiden Meta-Plattformen. "Unsere vorläufigen Ergebnisse zeigen, dass Instagram und Facebook sehr wenig tun, um Kinder unterhalb dieser Altersgrenze vom Zugang zu ihren Diensten abzuhalten", erklärte EU-Digitalkommissarin Henna Virkkunen. Nutzungsbedingungen dürften nicht bloß schriftliche Erklärungen sein, sondern müssten die Grundlage für konkrete Maßnahmen zum Schutz der Nutzer bilden. Die Kommission fordert von Meta, die Methoden zur Risikobewertung zu ändern sowie Minderjährige besser zu erkennen und von den Plattformen zu verbannen.

Die Vorwürfe sind das Ergebnis einer zweijährigen Untersuchung im Rahmen des Gesetzes über digitale Dienste, des Digital Services Act (DSA). Dieses verpflichtet große Technologiekonzerne, stärker gegen illegale und schädliche Inhalte vorzugehen. Meta hat nun die Möglichkeit, Stellung zu nehmen und Gegenmaßnahmen zu ergreifen, bevor die Kommission eine endgültige Entscheidung trifft. Bei Verstößen gegen den DSA drohen Unternehmen Geldstrafen von bis zu sechs Prozent ihres weltweiten Jahresumsatzes.

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