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Bitkom-Umfrage: KI wird Deutschland spätestens in 5 Jahren spürbar verändern

ReutersApr 28, 2026 8:48 AM
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- Künstliche Intelligenz (KI) wird Deutschland spätestens in fünf Jahren spürbar verändern. Damit rechnen 76 Prozent der Bürger in einer Bitkom-Umfrage, die der Digitalverband am Dienstag in Berlin vorstellte. Das seien neun Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. KI werde dabei eher als Chance denn als Risiko gesehen. "Künstliche Intelligenz ist schneller im Alltag angekommen als jede andere Innovation zuvor", sagte Bitkom-Präsident Ralf Wintergerst. Deutschland sollte KI nicht nur nutzen, sondern mitgestalten. Es brauche jetzt eine Debatte über die Grenzen und Risiken von KI, aber auch die Möglichkeiten etwa in Medizin, Bildung und Forschung. Die Politik dürfe mit der Regulierung nicht übertreiben. Es brauche Innovationen von Unternehmen. "Wir müssen auf jeden Fall in Technologie investieren, um nicht noch mehr digitale Kolonie zu werden."

Bitkom hat im Februar und März mehr als 1000 Personen ab 16 Jahren in Deutschland befragt. Dabei gaben 69 Prozent an, KI eher als Chance zu sehen, 27 Prozent eher als Gefahr. Jüngere machen dabei stärker Potenziale aus als Ältere. Als Vorteile gelten, Zeit und Geld zu sparen sowie Fehler zu vermeiden. Viele Befragte wollen mit der KI auch komplexe Themen besser verstehen oder Neues lernen. Die Technologie wird auch als Sparringspartner genutzt, um neue Ideen zu bekommen oder bessere Entscheidungen zu treffen. Alltagsfragen wie Kochen oder Reparaturen, Fragen rund um Einkäufe oder Reisevorbereitungen sind auch typische Anwendungsgebiete. Hinzu kommt, mit Hilfe von KI Texte zu schreiben oder zu übersetzen.

Bei den Skeptikern ist am weitesten die Sorge vor Falschinformationen verbreitet. Ebenfalls 50 Prozent beklagen zu wenig Regeln und Kontrollen für KI. Mit 49 Prozent sorgen sich fast genauso viele Befragte, dass KI zu viel Macht bekommen könnte, ein Anstieg um fünf Punkte gegenüber dem Vorjahr. Bedenken gibt es auch wegen der persönlichen Daten oder möglichen Manipulationen durch KI.

72 Prozent der Befragten sehen Deutschland bei KI zu abhängig von den großen US-Anbietern wie OpenAI, Microsoft, Google oder Meta. 67 Prozent würden gerne eine KI aus Deutschland nutzen, 65 Prozent sprechen sich für eine KI aus der Europäischen Union aus.

34 Prozent der Deutschen nutzen KI mindestens einmal pro Woche, 15 Prozent täglich. Insgesamt setzen 58 Prozent der Bürger ab 16 Jahren KI ein. Auch im Berufsleben ist die Technologie angekommen. 48 Prozent der Erwerbstätigen nutzen KI hier - acht Prozent täglich, 18 Prozent mindestens einmal pro Woche. Als Vorteil wird genannt, dass Routineaufgaben leichter abgearbeitet werden können und Arbeitszeit eingespart wird. Dadurch entstehen Freiräume für wichtigere Aufgaben und schnellere Problemanalysen. Auch Fehlervermeidung und geringere Kosten spielen eine Rolle.

Wintergerst sagte, Unternehmen drohten den Anschluss zu verpassen, wenn sie nicht auf KI setzen. "Wir müssen uns also umstellen." In der Autoindustrie werde in China beispielsweise schon sehr stark KI für die Simulation von Prozessen eingesetzt. Dadurch werde die Entwicklung von Autos schneller.

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