tradingkey.logo
tradingkey.logo
Suchen

Supreme Court verhandelt Glyphosat-Streit - Bayer warnt vor "erdrückender Haftung"

ReutersApr 27, 2026 5:12 PM
facebooktwitterlinkedin
Alle Kommentare anzeigen0

- Im milliardenschweren Rechtsstreit um den Unkrautvernichter Glyphosat hat BayerBAYGn.DE vor dem Obersten Gerichtshof der USA vor unabsehbaren wirtschaftlichen Folgen gewarnt. Zum Auftakt der Anhörung am Montag argumentierte der Anwalt des Agrar- und Pharmakonzerns, Paul Clement, dass Bundesrecht die Klagen nach dem Recht einzelner Bundesstaaten ausschließen müsse. "Eine Jury in Missouri hat eine Krebswarnung vorgeschrieben, die die (US-Umweltschutzbehörde) EPA nicht verlangt", sagte Clement vor dem Supreme Court. Diese zusätzliche Anforderung sei unzulässig. Wenn die klaren Vorgaben des Kongresses ignoriert würden, öffne dies die Tür für eine "erdrückende Haftung" und untergrabe die Interessen der Landwirte, die auf zugelassene Pestizide angewiesen seien.

Die Richter verhandeln über die Berufung Bayers gegen ein Urteil aus dem Bundesstaat Missouri, durch das dem Kläger John Durnell 1,25 Millionen Dollar zugesprochen wurden. Er machte geltend, nach jahrelangem Kontakt mit dem glyphosathaltigen Unkrautvernichter Roundup von Bayer an einem Non-Hodgkin-Lymphom erkrankt zu sein. Im Zentrum des Streits steht das US-Gesetz FIFRA, das den Verkauf und die Kennzeichnung von Pestiziden regelt. Bayer verweist darauf, dass die EPA wiederholt festgestellt habe, dass Glyphosat nicht krebserregend sei, und die Produktetiketten ohne entsprechenden Warnhinweis genehmigt habe. Die Anwälte von Durnell halten dagegen, dass das Etikett trotz der EPA-Zulassung nach dem Recht von Missouri als fehlerhaft angefochten werden könne.

Eine Entscheidung des Supreme Courts zugunsten der Leverkusener könnte einen Befreiungsschlag in der Klagewelle bedeuten, die sich Bayer 2018 mit der 63 Milliarden Dollar schweren Übernahme des Glyphosat-Entwicklers Monsanto eingehandelt hatte. Bayer-Chef Bill Anderson hat sich zum Ziel gesetzt, die Rechtsstreitigkeiten bis Ende 2026 signifikant einzudämmen. Im Februar brachte Bayer zudem einen neuen Sammelvergleich über bis zu 7,25 Milliarden Dollar auf den Weg, um Zehntausende aktuelle und künftige Klagen beizulegen. Ein Urteil des Supreme Court wird bis Ende Juni erwartet.

Haftungsausschluss: Die auf dieser Website bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich Bildungs- und Informationszwecken und stellen keine Finanz- oder Anlageberatung dar

Kommentare (0)

Klicken Sie auf die $-Schaltfläche, geben Sie das Symbol ein und wählen Sie eine Aktie, einen ETF oder einen anderen Ticker zum Verlinken aus.

0/500
Richtlinien für Kommentare
Wird geladen...

Empfohlene Artikel

KeyAI