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Sender: Malis Verteidigungsminister bei Rebellen-Angriffen getötet

ReutersApr 26, 2026 1:31 PM
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- Bei koordinierten Angriffen von Islamisten und Tuareg-Rebellen im westafrikanischen Mali ist einem Medienbericht zufolge Verteidigungsminister Sadio Camara getötet worden. Camara sei bei einem Angriff auf seine Residenz am Samstag umgekommen, berichtete der französische Radiosender RFI am Sonntag. Demnach geschah dies, als Kämpfer des Al-Kaida-Ablegers JNIM den Militärstützpunkt Kati außerhalb der Hauptstadt Bamako attackierten. Augenzeugen hatten berichtet, dass das Haus des Ministers der Militärregierung zerstört worden sei. Auch am Sonntag gingen die Angriffe weiter, obwohl die Armee am Samstag behauptete, die Lage wieder unter Kontrolle zu haben. Ein Reuters-Reporter berichtete von Schüssen in einer Garnisonsstadt bei Bamako. Es sind die größten abgestimmten Angriffe von Islamisten und Tuareg-Rebellen in Mali seit Jahren.

Die Angriffe richteten sich gegen Ziele in der Umgebung von Bamako und in anderen Landesteilen. Die Zahl der Toten und Verletzten war am Sonntag noch unklar. Ungewiss war zudem das Schicksal der umkämpften Stadt Kidal. Die Aufständischen erklärten, sie im Zuge der Angriffe von den Regierungstruppen zurückerobert zu haben. Die Vereinten Nationen forderten eine internationale Reaktion auf Gewalt und Terrorismus in der Sahelzone.

In Mali gibt es seit Längerem immer wieder Aufstände der Tuareg-Volksgruppe. Zudem kämpft die Armee gegen islamistische Extremisten. Die Militärregierung, die nach den Putschen von 2020 und 2021 die Macht übernommen hatte, versprach, die Sicherheit wiederherzustellen, tut sich damit jedoch schwer. Sie hat die jahrelange Zusammenarbeit des Landes mit dem Westen aufgekündigt und stützt sich auf russische Söldner. Zuletzt bemühte sie sich jedoch wieder um engere Beziehungen zu den USA. Im September 2024 hatte JNIM eine Ausbildungsstätte der Polizei nahe dem Flughafen von Bamako angegriffen und dabei rund 70 Menschen getötet.

Deutschland war über Jahre mit der Bundeswehr an dem UN-Friedenseinsatz Minusma in Mali beteiligt. Die Truppe stellte unter anderem Aufklärungsdrohnen, Kampf- und Transporthubschrauber sowie Stabspersonal in Bamako, um zum Gesamtlagebild der Vereinten Nationen beizutragen. Nachdem die malische Militärregierung im Juni 2023 jedoch die Zusammenarbeit aufgekündigt und den Abzug aller UN-Kräfte gefordert hatte, beschloss der UN-Sicherheitsrat das Einsatzende. Die letzten Bundeswehrsoldaten kehrten im Dezember 2023 aus Mali nach Deutschland zurück.

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